Trotz Übernahmespekulation
Analysten raten von Douglas-Aktie ab

Ein US-Finanzinvestor greift nach der Parfümeriekette Douglas. Das treibt den Aktienkurs in der Höhe. Analysten halten eine Übernahme auch für wahrscheinlich - raten aber dennoch zum Verkauf der Aktie.
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DüsseldorfDie Hoffnung auf eine Übernahme durch den US-Finanzinvestor Advent treibt die Aktien der Handelskette Douglas nach oben. Zeitweise legte die Aktie um zehn Prozent zu. Die Anteilsscheine notierten bei etwa 38 Euro. Zuletzt pendelten sie um die 37-Euro-Marke.

Grund für den Höhenflug sind Übernahmegerüchte: In der Dienstagsausgabe berichtete die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Finanzkreise, der Familienkonzern stünde kurz vor der Übernahme durch den US-Finanzinvestor Advent. Dieser wolle etwa 38 bis 40 Euro für eine Douglas-Aktie zahlen.

Analysten halten die Meldung für plausibel, zeigen sich jedoch verhalten. Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg rät von 24 Analysten keiner zum Kauf der Aktien des MDax notierten Unternehmens. Dreizehn raten zum Halten, elf gar zum Verkauf.

Die Commerzbank hat die Anteilsscheine von Douglas auf "Reduce" mit einem Kursziel von 29,60 Euro belassen. Grund dafür ist der schwächelnde Buchhändler Thalia. Ohne die Buchhandelskette sei das Unternehmen mit 37 Euro je Anteilsschein fair bewertet, schrieb Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers in einer Studie von Dienstag.

Auch die DZ Bank zeigt sich verhalten. Sie blieb auch heute bei ihrem Anlageurteil "Halten" und hält die Douglas-Aktien mit 31 Euro für fair bewertet.

Etwas optimistischer zeigte sich die Investmentbank Equinet. Sie hat die Einstufung von Douglas auf "Hold" mit einem Kursziel von 35,00 Euro belassen. Eine Übernahme durch ein bislang außenstehendes Unternehmen sei wahrscheinlicher geworden, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie. Er verwies auf die gegenwärtige Aktionärsstruktur mit drei großen Anteilseignern und den gescheiterten Versuch der Gründerfamilie Kreke, den Handelskonzern von der Börse zu nehmen. Seine Berechnungen auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows führten zu einem fairen Wert des Titels von etwa 45,00 Euro.

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