Übernahmegerüchte
Phantasie für die Depfa

Bankchef Bruckermann heizt Übernahmegerüchte an. Bei Analysten gilt die Aktie der Bank als relativ billig.

FRANKFURT. Nachdem Gerhard Bruckermann, Vorstands-Chef des Staatsfinanzierers Depfa, Anfang der Woche öffentlich über vermehrte Fusionsanfragen gesprochen hat, ist der Wert der Unternehmens-Anteile in die Höhe geschnellt. Unmittelbar, nachdem die Nachricht bekannt wurde, stieg der Kurs um gut einen Euro auf knapp 16 Euro.

Zwar halten Analysten eine Übernahme in naher Zukunft für eher unwahrscheinlich. Sie erwarten aber einen unverändert hohen Kurs zumindest bis zur Veröffentlichung der Quartalsergebnisse Ende April. Am Donnerstag pendelte die Aktie um die Marke von 15, 70 Euro.

„Wir rechnen in Zukunft mit einer anhaltenden Übernahmephantasie, die den Aktienkurs weiter beflügeln sollte“, sagt Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz und erhöht sein Kursziel für die Anteile von 16 auf 19 Euro. Diesen Preis betrachtet er auch als Untergrenze bei einer möglichen Fusion. Wie 14 der 24 Analysten, die sich mit dem Unternehmen beschäftigen, empfiehlt Kayser die im MDax gelistete Aktie zum Kauf. Weitere sieben stufen sie auf Halten und zwei raten zum Verkauf.

Bruckermann hatte in einem Handelsblatt-Interview gesagt, die Zahl der Anfragen anderer Institute bezüglich einer Fusion oder Übernahme und deren Ernsthaftigkeit nehme zu – allerdings ohne Namen zu nennen. Das Management verhandle derzeit jedoch nicht, und die Bank wolle ihre Eigenständigkeit erhalten. Ab einem bestimmten Preis könne das Unternehmen die Interessen der Aktionäre aber nicht mehr ignorieren.

„Es ist interessant zu wissen, dass die Interessen der Aktionäre und die des derzeitigen Managements zu großen Teilen übereinstimmen, da das Management selber beträchtliche Anteile (Bruckermann 5,5 Mill. Aktien) hält“, schreibt WestLB-Analyst Ralf Breuer in einer Studie.

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