Umfrage unter Aktienanalysten
UBS verteidigt Führung

Laut einer Umfrage des Finanzdatenanbieters Thomson ReutersUnter Fondsmanager sind Aktienanalysen des Schweizer Geldhauses UBS immer noch am beliebtesten. Doch Merrill Lynch und JP Morgan holen im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Deutsche Bank belegt in Deutschland den Spitzenrang.

FRANKFURT. Internationale Fondsmanager halten die Schweizer UBS für das beste Brokerhaus für europäische Aktien. Suchen sie Informationen über deutsche Dividendentitel, schätzen die Vermögensverwalter das Research der Deutschen Bank am meisten. Dies ergibt die jährliche Thomson-Reuters-Extel-Umfrage des Finanzdatenanbieters Thomson Reuters, der kürzlich aus dem Zusammenschluss der kanadischen Thomson Financial und der Nachrichtenagentur Reuters entstanden ist. Befragt wurden mehr als 7 500 Fondsmanager, Finanzexperten und Analysten.

Auf den Plätzen zwei und drei für europäische Titel folgen Merrill Lynch und Citi Investment Research. Bei deutschen Aktien belegen CA Cheuvreux und die Commerzbank die folgenden Ränge. Die Ergebnisse für Deutschland liegen dem Handelsblatt exklusiv vor.

In Europa steht die Schweizer Großbank seit Jahren auf Rang eins der vielbeachteten Umfrage. "Die UBS ist noch immer sehr stark, doch ihr Vorsprung schrumpft", sagt Steve Kelly, Leiter der Thomson-Reuters-Extel-Umfrage und verweist auf das zweitplatzierte Institut Merrill-Lynch, das im Sektoren-Ranking besser abgeschnitten habe. "Auch JP Morgan holt auf", sagt Kelly. Das Haus schaffte unter den Top Ten den größten Sprung nach vorn - von Rang zehn auf sechs.

Der Trend in Europa geht dahin, Researchleistungen der Brokerhäuser direkt statt indirekt über Wertpapierorders zu bezahlen. Zwar pflegen die Fondsmanager nach Ansicht Kellys weiterhin enge Beziehungen zu meist zwei großen Brokern, über die sie auch ihre Aktien handeln. Doch immer wichtiger nähmen sie Einschätzungen spezialisierter lokaler Broker, vor allem für mittelgroße und kleinere Aktien. So zeigt die Umfrage laut Kelly, dass die besten 15 kleineren Broker heute viel stärker beachtet werden als vor einigen Jahren.

Von dem Trend profitiert auch der Anbieter CA Cheuvreux in Deutschland, der sich in den vergangenen Jahren in den vorderen Rängen etabliert hat. Die Broker-Tochter des französischen Instituts Crédit Agricole zeigt starke Präsenz in den einzelnen Märkten, tritt somit wie ein lokaler Broker auf. Fondsmanager wollten vor allem in Deutschland immer mehr direkten Zugang zu mittelgroßen und kleineren Unternehmen, sagt Kelly. Diese Kontakte könnten vor allem vor allem spezialisierte Broker vermitteln wie Berenberg oder Sal. Oppenheim, die auch zu den Top Ten zählen. Damit heben sie sich von großen Häusern ab, die zunehmend auch Research für die beliebten mittelgroßen deutschen Aktien anbieten und damit in die Domäne kleinerer Broker eindringen.

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