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Umschichtungen von Reserven könnten den Dollar schwächen - WestLB

Die Umschichtung von Zentralbankreserven in Asien wird den Dollar nach Einschätzung der WestLB in den kommenden Wochen weiter unter Druck setzen.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die Umschichtung von Zentralbankreserven in Asien wird den Dollar nach Einschätzung der WestLB in den kommenden Wochen weiter unter Druck setzen. "Angesichts der Bedeutung asiatischer Zentralbanken bei der Finanzierung des US-Leistungsbilanzdefizits sind die Risiken einer Abschwächung des Dollar erheblich", sagt WestLB-Experte Michael Klawitter am Donnerstag in Düsseldorf. Er rechnet damit, dass der Eurokurs im Sommer dieses Jahres bei 1,40 Dollar liegen wird.

Die letzten Quartalsberichte der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hätten bereits einen deutlichen Rückgang der Dollar-Einlagen in Asien gezeigt, während die in Euro, Yen und britischem Pfund dominierten Einlagen gestiegen seien. Aktuell beliefen sich die Devisenreserven der zehn wichtigsten asiatischen Zentralbanken auf 2,390 Mrd. Dollar (Stand: Ende 2004). 75 Prozent (1,790 Mrd Dollar) dieser Devisenreserven seien in Dollar dominiert.

Angesichts dieser Größenordnung würde selbst eine kleine prozentuale Änderung der Allokation der Reserven zu erheblichen Bewegungen bei Wechselkursen und Vermögenswerten führen. Nach Ansicht von WestLB Markets Research hätte dies auch Folgen für die Anleihemärkte. Eine mögliche Umschichtung von Devisenreserven asiatischer Zentralbanken aus Dollar-dominierten Staatsanleihen würde sich vor allem auf die Renditeabstände von US-Treasuries zu europäischen Staatsanleihen auswirken.

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