Aktien
Unicredito und HVB legen zu - Offenbar Einigung über Fusion

Die offenbar kurz bevorstehende Einigung über eine Fusion der Hypovereinsbank mit der Großbank Unicredito Italiano hat beiden Aktien am Montag Auftrieb verliehen. Die Papiere der deutschen HVB zogen bis 11.40 Uhr um 0,51 Prozent auf 19,89 Euro an.

dpa-afx FRANKFURT. Die offenbar kurz bevorstehende Einigung über eine Fusion der Hypovereinsbank mit der Großbank Unicredito Italiano hat beiden Aktien am Montag Auftrieb verliehen. Die Papiere der deutschen HVB zogen bis 11.40 Uhr um 0,51 Prozent auf 19,89 Euro an. Die Aktien der Unicredito stiegen in Mailand um 0,89 Prozent auf 4,08 Euro. Das Börsenbaromter Dax stieg zugleich um 0,06 Prozent auf 4 512,68 Punkte. Der Eurostoxx 50 verlor 0,09 Prozent auf 3 111,78 Punkte.

Analysten verwiesen auf ein Interview mit dem Präsidenten der italienischen Großbank Carlo Salvatori, wonach dieser eine Fusion mit der Hypovereinsbank noch vor dem Sommeranfang für möglich hält. "Ich hoffe sehr, dass das klappt", sagte Salvatori der Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" (Montag). Jedoch räumte er ein, "dass man bei solch delikaten Dingen keine Eile haben darf".

Salvatore habe sich aber nicht über den spekulierten Übernahmepreis geäußert, schrieb Analyst Konrad Becker von Merck Finck & Co. Wie die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag aus Branchenkreisen erfuhr, sind als mögliches Gebot der Unicredito fünf eigene Aktien je Anteil an der zweitgrößten börsennotierten deutschen Bank im Gespräch. Am Wochenende hatte bereits die "Welt am Sonntag" berichtet, dass die Übernahme mit einem Aktientausch in dieser Größenordnung über die Bühne gehen soll. Becker geht davon aus, dass der Gesamtpreis nicht 16 Mrd. Euro oder 21 bis 22 Euro je Aktie überschreiten wird.

Die Analysten der Credit Suisse First Boston bezeichneten die mögliche Übernahme als strategisch sinnvoll. Die Einsparmöglichkeiten seien aber begrenzt. In Zentral-Osteuropa rechnen die Experten mit Kostensynergien in Höhe von 200 Mill. Euro und in Deutschland und Österreich von insgesamt 215 Mill. Euro. Sollte der Übernahmepreis bei 22 Euro liegen, würden überwiegend die HVB-Aktionäre von der Übernahmen profitieren, hieß es in einer Analyse weiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%