US-Finanzinvestor
Cerberus stellt Großhandelsmärkte ins Schaufenster

Cerberus will ein riesiges Immobilienportfolio verkaufen: In Deutschland besitzt der US-Finanzinvestor Immobilien für knapp eine Milliarde Euro. Derzeit läuft noch die Frist für unverbindliche Interessensbekundungen.
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FrankfurtCerberus nimmt Finanzkreisen zufolge einen neuen Anlauf zum Verkauf eines großen Immobilienportfolios in Deutschland. Der US-Finanzinvestor habe Großhandelsmärkte im Gesamtwert von knapp einer Milliarde Euro ins Schaufenster gestellt, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

Die Investmentbank UBS sei mandatiert worden, Käufer für das Paket zu finden. Derzeit laufe die Frist für unverbindliche Interessensbekundungen. Bekannte Namen seien bislang aber nicht unter den Bietern, sagten zwei der Insider. Cerberus und UBS wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Das Portfolio besteht zum überwiegenden Teil aus Metro-Großhandelsmärkten („Cash & Carry“). Es gehört Cerberus seit 2011. Vor zwei Jahren hatte der Finanzinvestor schon einmal einen Versuch gestartet, die Flächen loszuschlagen - damals war ein Börsengang der bevorzugte Weg und das Portfolio noch etwa doppelt so groß.

Wie die Insider nun berichteten, verschwanden diese Pläne aber wieder in der Schublade. Das habe unter anderem an den komplexen Steuerstrukturen gelegen. Auch die Verwaltung durch einen externen Dienstleister - die Berliner Acrest-Gruppe - habe die Dinge eher erschwert.

Wie die Insider weiter berichteten, hofft Cerberus nun, strategische Bieter anzulocken, die bereits europäische Handelsimmobilien haben und sich in Deutschland verstärken wollen. Denn Großmärkte auf der grünen Wiese würden heute kaum noch genehmigt

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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