Verbessertes Angebot für neue Aktien stößt auf großes Interesse
Postbank-IPO zweifach überzeichnet

Der Börsengang der Postbank stößt nach der Preissenkung auf großes Interesse bei den Investoren. „Ich rechne mit einer zweifachen Überzeichnung“, sagte ein Fondsmanager dem Handelsblatt. Er liegt damit auf einer Linie mit Investmentbanken. Zuvor hatte Post-Chef Klaus Zumwinkel dem Drängen des Markts nachgegeben und am Wochenende die Preisspanne von ursprünglich 31,50 bis 36,50 Euro auf 28 bis 32 Euro reduziert. Zudem wurde das Volumen von 82 Mill. Aktien auf 55 Mill. Aktien verringert.

agr/po/rob FRANKFURT/M. Auf den Rest begibt die Post eine Umtauschanleihe, die in Aktien der Postbank getauscht werden kann. Fondsmanager gehen davon aus, dass der endgültige Preis für die Aktie zwischen 28,50 Euro und 29,50 Euro liegen wird. Dieser Preis sei auch für Anleger attraktiv, da er noch Kurssteigerungschancen biete, hieß es.

Guido Hoymann, Analyst des Bankhauses Metzler sieht den fairen Wert der Postbank-Aktie bei 36 Euro. Davon müsse der Zeichnungsabschlag für jeden Investor abgezogen werden. „Am unteren Rand der Preisspanne bei 28 Euro entspricht das einem Abschlag von 22 %, da ist es umso wahrscheinlicher, dass der Börsengang gelingt“, sagt Hoymann. Auch die Post ist sich nach Informationen aus Unternehmenskreisen sicher, dass die Emission bei 28 Euro gelingen wird. Das würden die neu eingelaufenen Aufträge signalisieren.

Die milliardenschwere Emission der Postbank ist eine der größten Börsengänge sei mehr als drei Jahren. Vom prestigeträchtigen Initial Public Offering (IPO) erhoffen sich zahlreiche Banker eine Belebung des noch immer flauen Geschäfts mit Aktienneuemissionen. In Deutschland mussten in diesem Jahr mit X-Fab, Siltronic und ATU bereits drei Kandidaten ihre Börsenpläne mangels Nachfrage absagen. Lediglich der Bankautomatenhersteller Wincor Nixdorf und die Fahrradwerke Mifa konnten das Interesse der Anleger gewinnen. Fondsmanager befürchten allerdings, dass die gleichzeitige Begebung einer Wandelanleihe viele Hedge-Fonds anlockt, die nach der Emission einsteigen und nach der Erstnotiz Druck auf die Kurse ausüben könnten. „Da sind die Konsortialführer gefordert. Der Anteil von reinen institutionellen Investoren, also ohne Hedge-Fonds, sollte deutlich über 50 % liegen“, sagte der Fondsmanager einer großen deutschen Gesellschaft.

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