Verbraucherausgaben bleiben konstant
US-Konsumaktien zeigen Stärke

Der Immobilienblase in den USA geht die Luft aus, und in der Folge werden die Konsumenten ihre Ausgaben drastisch zurückfahren. Das sagen Analysten seit einiger Zeit voraus – nur die Verbraucher halten sich bislang nicht daran.

HOUSTON. Der „Consumer Index“ von Morgan Stanley, in dem 30 Großunternehmen aus der Getränke-, Pharma- und Kosmetikindustrie vertreten sind, stieg vergangene Woche allen Prognosen zum Trotz auf ein Allzeithoch bei 630 Punkten.

In den vergangenen Jahren kletterten die Preise für Privathäuser in den USA in astronomische Höhen, und die Hausbesitzer nutzten die Wertsteigerung ihres Grund und Bodens als Sicherheit für ständig höhere Kredite. Dieses Geld gaben viele dann für neue Autos aus, für teure Möbel oder Urlaubsreisen. Doch jetzt stagniert der Häusermarkt und das Zusatzeinkommen versiegt. Im Juli lag die Zahl der Baugenehmigungen knapp sieben Prozent unter dem Vormonat.

Aktienexperten erwarten daher schwere Zeiten für Konsumaktien. Denn die zählen zu den Verlierern, wenn die Verbraucher knapp bei Kasse sind. Bisher gibt es im Konsumsektor allerdings keine Anzeichen dafür, dass den Kunden die Luft ausgeht. Die Aktie des Branchenriesen Procter & Gamble etwa, zu dessen Markenportfolio unter anderem Pampers-Windeln und die Shampoomarken Pantene, Head & Shoulders und Herbal Essences gehören, erreichte Mitte Juli ein Fünfjahreshoch bei 62,50 Dollar. Das vergangene Quartal war sogar so stark, dass Procter & Gamble sich trotz des angespannten Wirtschaftsklimas Preiserhöhungen für einige Produkte leisten konnte, was den Umsatz des Konzerns zusätzlich stärkte.

„Der Kunde ist immer unverwüstlicher als man erwartet“, sagte Chefökonom Stephen Gallagher von der Investmentbank Société Générale der Agentur Bloomberg. Das gilt auch für den Fast-Food-Giganten McDonald’s und den Brausehersteller Coca-Cola, zwei Ikonen der US-Marktwirtschaft. Beide Aktien liegen nur leicht unterhalb ihrer jeweiligen Jahresbestmarke. Insgesamt notieren Fast-Food-Aktien solide. Analysten begründen dies damit, dass die Produkte die Geldbörsen der Kunden kaum belasten und somit auch in schwächeren Zeiten gekauft werden.

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