Wohnungskonzern
Deutsche Annington kommt an die Börse

Deutschlands größter Wohnungsvermieter gibt den Börsenstartschuss. Der Finanzinvestor Terra Firma möchte insgesamt 400 Millionen Euro einnehmen. Annington wird bereits als Kandidat für den Dax gehandelt.
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DüsseldorfNun steht es auch offiziell fest: Der britische Finanzinvestor Terra Firma bringt Deutschlands größten Wohnungsvermieter Deutsche Annington an die Börse. Zur Quote äußerte sich Rolf Buch nicht. Er ist seit seit dem 1. April Vorstandsvorsitzender der Annington. Er sagte aber, die Briten würden zunächst Mehrheitsaktionär bleiben.

Fest steht: Es werden neue Aktien im Volumen von 400 Millionen Euro ausgegeben, der Streubesitz soll 25 Prozent betragen. Außerdem hält CPI Capital Partners 14,67 Prozent.

Wie viel Aktien Terra Firma abgibt, ist aber noch offen. Bei einem von Buch genannten Nettovermögenswert (Vermögen minus Schulden) von 4,25 Milliarden Euro wäre der Börsengang rund eine Milliarde Euro schwer, vorausgesetzt, es wird kein Abschlag vom Nettovermögenswert vorgenommen.

Im Umfeld des Unternehmens wird nun damit gerechnet, dass die Zeichnungsfrist noch in diesem Monat beginnt, und damit früher als ursprünglich gedacht. Zunächst wurde auf einen IPO im Herbst, später auf einen im Juli spekuliert.

Der Konzern vermietet 210 000 Wohnungen, davon 180 000 eigene, und wird mit dem IPO die Gagfah als größtes börsennotiertes Wohnungsunternehmen mit 145 000 Einheiten in Deutschland ablösen. Annington ist etwa doppelt so groß wie die LEG Immobilien, die in der vergangenen Woche nur gut vier Monate nach ihrem Börsengang am 1. Februar in den MDax aufgenommen wurde. Annington wäre dann der sechste Wohnungsvermieter im MDax und für manche Analysten sogar ein Kandidat für den Dax30. „Wir vergleichen uns nicht mit den deutschen Wohnungsgesellschaften, sondern zählen uns zu den Top-Zehn Immobilienunternehmen in Europa“, verkündet Annington-Manager Buch selbstbewusst.

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  • Wie sehr das Geschäftsmodell der Annington bisher versagte, zeigt der Zuschuss von einer halben Milliarde Euro. Wer sowas kauft, sollte das Geld lieber spenden.

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