Anlageschutz
Wie Aktien vor Inflation schützen

Auch wenn der Börsenkurs nicht immer stabil ist: Vor der Inflation kann man sein Geld mit ihnen trotzdem gut schützen - vorausgesetzt, man setzt auf die richtigen Papiere.
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FrankfurtDie Deutschen müssen sich auf steigende Preise gefasst machen. Jedem, der in den letzten Tagen mit seinem Auto an der Tankstelle war, dürfte das klar sein. Ein Liter Superbenzin kostet jetzt schon 1,50 Euro. Ein Grund dafür sind höhere Ölpreise infolge der Unruhen in Libyen. Doch nicht nur über höhere Benzin- und Energiepreise kommt die Inflation zu uns. Auch die Notenbanken und Regierungen spielen eine entscheidende Rolle. Um den Aufschwung anzuschieben, haben sie Unmengen an Geld in die Wirtschaft gepumpt. Ob der Plan aufgeht, ist fraglich. Die Risiken sind dagegen offensichtlich: „Je höher die erforderliche Dosis, desto stärker die Nebenwirkungen – sprich Geldmengenwachstum und schließlich Inflation“, warnt Bert Flossbach, Vorstand und Gründer der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch.

Aktien sind Sachwerte

Für Anleger heißt das: Sie müssen handeln, wenn sie verhindern wollen, dass die Inflation ihr Erspartes auffrisst. Statt das Geld auf dem Konto liegen zu lassen, sollten sie in Sachwerte investieren. Die meisten denken dabei an Gold oder eine Immobilie. Was viele nicht wissen: Auch Aktien sind Sachwerte, die vor Inflation schützen können. Wer sein Geld in die Anteilsscheine eines Unternehmens steckt, bekommt dafür einen echten Gegenwert, er wird zum Teilhaber der Gesellschaft. „Nur wenige Investoren haben Aktien bisher primär wegen ihrer Eigenschaft als Inflationsschutz im Portfolio“, meint Flossbach. Wenn sich die Zweifel an der Stabilität des Geldes mehrten, werde sich das aber ändern.

In der Vergangenheit haben Aktien meistens gut abgeschnitten, wenn die Inflation moderat stieg. Thomas Steinemann, Chefvolkswirt von Vontobel Asset Management, hat das für die USA im Zeitraum von 1900 bis heute untersucht. In dieser Zeitspanne gab es sechs Phasen, in denen die Inflation über fünf Prozent stieg. Steinemann hat sich angeschaut, wie sich einzelne Anlageklassen – Cash, Anleihen, Aktien, Rohstoffe, Gold und Immobilien – in diesen Phasen entwickelten. Ergebnis: Mit einer inflationsbereinigten Rendite von durchschnittlich knapp vier Prozent erzielten Aktien die höchsten Renditen (siehe Grafik). Allerdings rentierten sich Aktien nicht in jedem einzelnen Jahr. „Es kommt darauf an, von welcher Inflationsrate wir reden. Liegt sie zwischen vier und sechs Prozent, sind Aktien der beste Inflationsschutz“, sagt Steinemann. Betrachtet man dagegen einzelne Jahre, in denen die Inflationsrate in kurzer Zeit steil nach oben schnellte, ergibt sich ein anderes Bild. Aktien schnitten in diesen Jahren schlecht ab; einzig Rohstoffe lieferten dann noch positive Realrenditen. Daraus folgert Steinemann: Anleger sollten in inflationären Zeiten keine „Kaufen-und-Halten“-Strategie verfolgen, sondern beweglich bleiben.

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Kommentare zu " Anlageschutz: Wie Aktien vor Inflation schützen"

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  • Aktien können zwar vor Inflation schützen, aber ganz sicher nicht vor Verlust, bzw. Totalverlust.

    Die Rentner in den USA beziehen nur einen kleinen Teil aus der staatlichen Versorgung. Ein Großteil der Rente kommt aus der betrieblichen Altersversorgung und privater Vorsorge – fast alles in Aktien.

    Bereits nach dem kleinen Crash 2008 an der Börse standen viele Firmen vor dem Exitus. Die Aktienkurse sanken teilweise auf 10% des ehemaligen Ankaufwertes.
    Stützungskäufe der US-Regierung mit mehreren Billionen neuer Schulden verhinderten einen Aufstand, die Kurse wurden durch unendliche Milliarden der Fed wieder aufgepuscht, wie ein Luftballon.

    Das war der kleine Crash. Den großen Crash, den haben wir noch vor uns. Und wer da in Aktien investiert hat, der steht auf dem Abstellgleis. Wie viele, bzw. welche Firmen überleben den nächsten Crash? Welche neue Firmen entstehen durch Firmenzusammenschlüsse, die die alten Aktienanlagen komplett wertlos machen?

    Warum nicht jetzt das Vermögen sicher und günstig in Edelmetalle und Rohstoffe umschichten, auch ohne Wertzuwachs, und dann, nach dem großen Crash Aktien von Firmen kaufen, die den Crash überlebt, bzw. neu hervorgegangen sind?

    Bei Immobilien haben wir eine ähnliche Entwicklung. Die Immobilie ist nur so viel Wert, wie ein anderer bereit ist, dafür zu bezahlen. In Spanien bekommt man heute in den besten Lagen, direkt am Meer, Villen für nen Appel und nem Ei. Wer hätte das vor 5 Jahren gedacht?

    Das Immobilien-Problem in der BRD ist aber um einiges größer. So bald die Erbengemeinschaften ihre Immobilien zum Verkauf anbieten, aber die Nachfrage sich auf ein Minimum reduziert hat, dann purzeln die Preise noch schneller, als in Spanien.

    Je länger man wartet, um so billiger die Traum-Immobilie.

  • Aktien können zwar vor Inflation schützen, aber ganz sicher nicht vor Verlust, bzw. Totalverlust.

    Die Rentner in den USA beziehen nur einen kleinen Teil aus der staatlichen Versorgung. Ein Großteil der Rente kommt aus der betrieblichen Altersversorgung und privater Vorsorge – fast alles in Aktien.

    Bereits nach dem kleinen Crash 2008 an der Börse standen viele Firmen vor dem Exitus. Die Aktienkurse sanken teilweise auf 10% des ehemaligen Ankaufwertes.
    Stützungskäufe der US-Regierung mit mehreren Billionen neuer Schulden verhinderten einen Aufstand, die Kurse wurden durch unendliche Milliarden der Fed wieder aufgepuscht, wie ein Luftballon.

    Das war der kleine Crash. Den großen Crash, den haben wir noch vor uns. Und wer da in Aktien investiert hat, der steht auf dem Abstellgleis. Wie viele, bzw. welche Firmen überleben den nächsten Crash? Welche neue Firmen entstehen durch Firmenzusammenschlüsse, die die alten Aktienanlagen komplett wertlos machen?

    Warum nicht jetzt das Vermögen sicher und günstig in Edelmetalle und Rohstoffe umschichten, auch ohne Wertzuwachs, und dann, nach dem großen Crash Aktien von Firmen kaufen, die den Crash überlebt, bzw. neu hervorgegangen sind?

    Bei Immobilien haben wir eine ähnliche Entwicklung. Die Immobilie ist nur so viel Wert, wie ein anderer bereit ist, dafür zu bezahlen. In Spanien bekommt man heute in den besten Lagen, direkt am Meer, Villen für nen Appel und nem Ei. Wer hätte das vor 5 Jahren gedacht?

    Das Immobilien-Problem in der BRD ist aber um einiges größer. So bald die Erbengemeinschaften ihre Immobilien zum Verkauf anbieten, aber die Nachfrage sich auf ein Minimum reduziert hat, dann purzeln die Preise noch schneller, als in Spanien.

    Je länger man wartet, um so billiger die Traum-Immobilie.

  • Die Inflation ist in den Aktien! Wann platzt die Blase? Ich kaufe jedenfalls immer wenn andere Verkaufen (unter Beachtung der Fundamentaldaten und des gesunden Menschenverstandes. Und das ist der Königsweg. Naja alle heizen an! Mal sehen wann die Anleihen (Staatsanleihen) platzen?! bzw. der Monstercrash kommt... Das Casino dreht sich jedenfalls weiter...

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