Finanzplanung
Wenn Anleger ihre Finanzen aus dem Blick verlieren

Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate, Tagesgeld: Viele Verbraucher verlieren mit der Zeit den Überblick über ihre Finanzen. Da hilft nur eins: Ordnung schaffen. Familie Mustermann verrät wie.
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FrankfurtHand aufs Herz, wer blickt beim eigenen Vermögen noch richtig durch? Familie Mustermann, unser Serienbeispiel, geht es wie vielen. Sie hat ihre Anlageziele aus den Augen verloren. Herr Mustermann, 47, und Frau Mustermann, 44, verfügen über ein freies Vermögen von 300.000 Euro. Das steckt unter anderem in einem uralten Investment-Fonds, dazu kommen ein paar einzelne Aktien und Bundesanleihen - und hübsche Sümmchen schlummern gleich auf mehreren Tagesgeldkonten.

"Der häufigste Fehler, den Anleger machen, ist, sich für eine bestimmte Anlage zu entscheiden und sich dann nicht mehr darum zu kümmern", sagt Arndt Stiegeler, Vorstand des Financial Planner Stability Board (FPSB), das Finanzberater fortbildet und zertifiziert.

Hinzu kommt, dass das Portfolio der Mustermanns nicht besonders ausgewogen ist. Der Fonds und die Anleihen decken ausschließlich die Region ab. Die Mustermanns haben lediglich ein paar internationale Einzelaktien. "Hier zeigt sich die konservative Einstellung vieler Anleger, aber auch der eine oder andere Modetrend", sagt Stiegeler.

Die Mustermanns würden am liebsten die gesamte Verantwortung für ihr Erspartes delegieren. Eine individuelle Vermögensverwaltung wird jedoch nur für gut Betuchte angeboten, die über mehr als 500.000 Euro verfügen. Für diese passt der Verwalter die Anlagestrategie an die Finanzplanung und die Marktsituation ständig an und hält die Klienten über die Vermögensentwicklung auf dem Laufenden. Wer weniger Vermögen hat, kann nur eine standardisierte Beratung in Anspruch nehmen und muss selbst aktiv bleiben - das heißt regelmäßig überprüfen, ob das Portfolio die Erwartungen noch erfüllt.

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