Generation 50 plus
Im Alter werden viele Policen überflüssig

Vor Beginn der Rente sollten die bestehenden Versicherungen durchgeforstet werden - am besten von eínem unabhängigen Berater. Für die "Best Agers" sind einerseits nicht mehr alle Versicherungen nötig, die sie noch in ihrem Portfolio haben. Andererseits haben sie Bedürfnisse, die neue Policen oder ein Zusatzschutz decken können.
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BERLIN. Unbedingt notwendig sind für Senioren nach wie vor eine Privathaftpflichtversicherung und die Kranken- und Pflegeversicherung - gesetzlich oder privat. Wer noch ein Kraftfahrzeug fährt, braucht eine KFZ-Haftpflicht. Dabei lohnt es sich generell, über einen Tarif- oder Anbieterwechsel nachzudenken.

Bei der KFZ-Nutzung reduziert sich oftmals im Alter die Zahl der gefahrenen Kilometer im Jahr, oder es setzen sich nicht mehr Fahrer unter 25 Jahren hinter das Steuer. In beiden Fällen sinkt der Versicherungspreis, auch ein Stellplatz in einer abschließbaren Garage reduziert die Prämie.

"Hat der Versicherte eine hohe Schadenfreiheitsklasse erreicht und das Auto einen akzeptablen Restwert, ist die Vollkaskopolice häufig günstiger als der Teilkaskoschutz", sagt Stefan Albers, Präsident des Bundesverbandes des Versicherungsberater, die anbieterunabhängig beraten.

Zum "harten Kern" des Versicherungsportfolios der über 50-Jährigen zählt die Privathaftpflicht. Allerdings kann diese billiger werden, weil bestimmte Leistungen nicht mehr erforderlich sind. Albers nennt als Beispiele vor allem an das Arbeitsleben geknüpfte Leistungen oder auch Leistungen, die mit Sport und Freizeit zu tun haben, wie etwa das versicherte Surfbrett. Prüfen sollten die Versicherten, ob sie bei ehrenamtlichen Tätigkeiten über die Haftpflichtversicherungen ihres Vereins abgesichert sind, oder dies privat über ihre Haftpflicht abdecken müssen.

Auch die Hausratversicherung kann preiswerter werden, etwa wenn der Umzug in eine kleinere Wohnung ansteht. Umgekehrt kann eine Aufstockung der Versicherungsleistung sinnvoll sein, falls das Vermögen zunimmt und der Besitz einen höheren Wert erreicht.

Ein großes Thema mit zunehmendem Alter ist die Krankenversicherung. Der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung lohne in der Regel nicht, weil umfangreiche Gesundheitsprüfungen verlangt würden, sagt Albers. Wer umgekehrt in die gesetzliche wechseln wolle, könne dies bis zur Vollendung des 54. Lebensjahres tun, sollte aber unbedingt erworbene Zusatzleistungen bei seinem alten Anbieter auf eine Zusatzpolice übertragen.

"Eine stationäre Zusatzversicherung sollte auf jeden Fall vorhanden sein, vor allem um sich die freie Arztwahl zu sichern", sagt Albers. Auch nach dem 50. Lebensjahr könne der Neuabschluss einer solchen Zusatzpolice durchaus rentabel sein, wenn der Versicherte gesund ist.

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