Handelsblatt Anleger-Akademie
Lange Tradition und Fallstricke

Geschichte: Mit Kupfer und Zinn wurde die Menschheit in ihrer Evolution zuerst konfrontiert. Kupfer – das „rote Metall“ – wurde bereits vor etwa 10 000 Jahren eingesetzt. Die vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. liegende Ära wird auch die „Kupferzeit“ genannt.

Versorgungslage: Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen kann bei den meisten Metallen wie Kupfer, Aluminium und Nickel nicht von wirklichen Verknappungserscheinungen gesprochen werden. Eine ausreichende Versorgung der Volkswirtschaften basiert letztlich lediglich auf der Frage des Preises.

Preisentwicklung: Der LMEX – ein Metallindex, der die Preisentwicklung von sechs an der London Metal Exchange gehandelten Buntmetallen reflektiert – hat sich seit Anfang des Jahres 2002 bis Mitte 2006 in der Spitze annähernd vervierfacht. In jüngster Zeit ist der Index allerdings leicht zurückgefallen. Der Grund dafür sind die starken Preiseinbrüche bei einzelnen Metallen, die vor einigen Wochen für Turbulenzen sorgten.

Kapitalanlagen: Wer an Investments am Metallmarkt interessiert ist, hat mehrere Möglichkeiten. Er kann direkt in die Aktien von Metallproduzenten oder aber in entsprechende Investmentfonds investieren. Spekulativer sind Investments in Optionen und Futures. Darüber hinaus bieten die Emissionsbanken ein immer breiteres Spektrum an strukturierten Finanzprodukten.

Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Dollar-Dominanz: Fast alle Rohstoffe werden in Dollar gehandelt. Anleger sollten daher immer das Währungsrisiko im Auge behalten.

Preisentwicklung: Nicht jedes Anlageinstrument folgt exakt der Preisentwicklung des Industriemetalls. Bei Aktien etwa spielen auch Faktoren wie Absicherungsaktivitäten an den Terminmärkten und Bewertungen von Reserven eine wichtige Rolle.

Aktien: Minengesellschaften können nicht gleich mit dem Abbau von Kupfer und Zink beginnen. Von der Suche bis zur Förderung vergehen in der Regel fünf bis zehn Jahre. Politische Unsicherheiten in vielen Regionen können zudem das Risiko erhöhen.

Information: Bislang war der Zugang zu Rohstoff-Informationen recht schwierig. Doch mit dem wachsenden Angebot an Rohstoffinvestments wie Zertifikaten nimmt auch die Zahl der Informationsanbieter zu.

Spekulation: Gerade die Preise von Metallen, die von der Industrie zur sofortigen Verarbeitung benötigt werden, sind oft von Spekulationen getrieben. Das macht sie unkalkulierbar und kann zu hohen Preisschwankungen führen.

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