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Sonderfall Erbschaft

Freibeträge: Erben können bis zu einer gewissen Summe steuerfrei das Vermögen übernehmen. Momentan liegt der Freibetrag für jedes Kind bei 205 0000 Euro, für Eheleute bei 307 000 Euro.

Schenkung: Um spätere Erbschaftsteuern zu umgehen, können schon zu Lebzeiten Vermögensteile verschenkt werden. Diese Schenkungen sind zwar grundsätzlich zu denselben Sätzen zu versteuern wie eine Erbschaft. Dafür können jedoch auch die Freibeträge ausgenutzt werden – und das alle zehn Jahre erneut.

Liquidität: Vermögen auf Sparbüchern und Konten müssen zu ihrem jeweiligen Wert am Todestag versteuert werden. Auch hier ist es daher durchaus sinnvoll, schon zu Lebzeiten Teile des Vermögens auf die potenziellen Erben zu übertragen und somit die Freibeträge für Schenkungen auszunutzen.

Immobilien: Bisher werden Bar- und Immobilienvermögen vom Fiskus unterschiedlich behandelt. Im Gegensatz zum sonstigen Vermögen werden Immobilien zurzeit nur mit rund 51 Prozent des tatsächlichen Werts bei der Berechnung der Erbschaftsteuer erfasst. Dies könnte sich in Zukunft jedoch ändern, denn die unterschiedliche Behandlung von Immobilien- und Barvermögen wird gerade vom Bundesverfassungsgericht geprüft. Ein Urteil wird noch im laufenden Jahr erwartet.

Unternehmen: Nicht börsennotierte Gesellschaften werden zurzeit nur anhand des Betriebsvermögens bewertet und nicht anhand des oftmals höheren Verkehrswertes. Auch diese Regelung könnte vom Bundesverfassungsgericht gestrichen werden. Hoffen können Familienunternehmer aber dennoch. Immerhin ist auch im Gespräch, Betriebsvermögen von bis zu 100 Mill. Euro gänzlich von der Erbschaftsteuer zu befreien. Diese Regelung soll jedoch nur greifen, wenn der Betrieb in den kommenden zehn Jahren weiterhin mehrheitlich im Familienbesitz bleibt. Außerdem ist im Gespräch, den Steuervorteil an den Erhalt von Arbeitsplätzen zu koppeln.

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