Handelsblatt Anlegerakademie: Aktienauswahl
Hintergrund: Die neue Sachlichkeit

Die Aktienauswahl per Computer nach festen Kriterien hat sich als viel versprechender Ansatz herausgestellt. Der Vorteil: Emtionen bleiben außen vor – die neue Sachlichkeit hält Einzug.

Große Titelauswahl: Bis zu 20 000 Werte lassen quantitativ arbeitende Investoren ständig vom Computer prüfen. Das soll auf systematische Weise unentdecktes Kurspotenzial zu Tage fördern.

Strenge Kriterien: Geprüft wird auf fundamentale Kennziffern wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis oder die Bilanzstruktur. Auch dynamische Merkmale wie Kursverlauf, geänderte Markteinschätzung oder die Entwicklung von Umsatz im Vergleich zum Gewinnwachstum können in die Modelle einfließen. Dabei zählen nur Fakten. Die Aussicht, dass ein Unternehmen übernommen wird oder ein Vorstand wechselt, ist Spekulation und hat in einem quantitativen Ansatz nichts zu suchen.

Geheimes Rezept: Der Erfolg der Strategie steht und fällt mit der zu Grunde liegenden Philosophie und der Ausgestaltung des Programms. Gute Manager passen die Software ständig an, um ihre Ergebnisse zu optimieren. Wie sie auf ihre Titelauswahl im Detail kommen, bleibt dabei ihr Geheimnis.

Keine Emotionen: Nichts wird aus dem Bauch heraus entschieden. Die quantitative Methode verbietet Besuche bei Vorständen oder das Aufspringen auf einen Trend, um am Jahresende gut dazustehen (Windowdressing). Damit werden systematische Fehler im menschlichen Verhalten wie der Herdentrieb oder die Angst, Verluste zu realisieren, vermieden.

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