Mit Sparplänen ideal vorsorgen
Der Vermögensaufbau verlangt Disziplin

Das beste Ruhekissen fürs Alter ist ein großes Vermögen. Wer bis zur Pensionierung genug Geld auf die Seite gelegt und die Macht des Zinseszinses für sich genutzt hat, kann der Lücke in der gesetzlichen Rentenversicherung gelassen entgegensehen.

HB DÜSSELDORF. Nach Ansicht von Finanzexperten sollten junge Anleger, die sich im Laufe des Berufslebens ein Vermögen fürs Alter aufbauen wollen, vor allem auf Aktien setzen. Denn langfristig bringen die Unternehmensanteile größere Erträge als Anleihen oder Festgelder – wenn die Anleger die Risiken richtig streuen.

Viele Vermögensverwalter raten daher zu Fondssparplänen, die ab Raten von 50 Euro je Monat oder Quartal angeboten werden. Mit kleinen Schritten kann damit im Laufe der Zeit ein beträchtliches Vermögen entstehen. Um die Vorteile eines solchen Sparplans auszunutzen, braucht es allerdings ein beträchtliches Maß an Disziplin. „Auch bei fallenden Kursen sollten Anleger auf jeden Fall weiter sparen“, sagt Günter Schlösser, geschäftsführender Gesellschafter des Kölner Finanzdienstleisters Portfolio Concept.

Denn nur durch gleichbleibende Sparraten ergibt sich der „Cost Average Effect“: Sind die Kurse hoch, kaufen Anleger weniger Fondsanteile als bei niedrigen Kursen. Langfristig sinkt damit der durchschnittliche Einstandskurs. „Wer vor dem Börsenboom in einen Sparplan eingestiegen ist, dürfte durch den Cost-Average-Effect jetzt wieder in der Gewinnzone sein“, sagt Schlösser.

Der Vorteil, jederzeit an das Geld zu kommen, birgt allerdings Risiken: Wer in der Ansparphase Fondsanteile oder Aktien verkauft, um beispielsweise ein Auto zu finanzieren, verzichtet auf immense Wertzuwächse. Bei einer Verzinsung von durchschnittlich vier Prozent entsprechen 10 000 Euro in 20 Jahren einem Betrag von knapp 22 000 Euro.

Langfristig orientierten Anlegern rät Uwe Johannhörster, geschäftsführender Gesellschafter der Bielefelder Concept Vermögensmanagement, zu Fonds, deren Manager weltweit in Aktien investieren und damit die Risiken streuen. Weil die Manager solcher Fonds weniger Restriktionen unterliegen, müssen Anleger die Entwicklung nicht permanent verfolgen. „Mindestens einmal im Jahr sollte man aber überprüfen, ob das Depot noch richtig aufgestellt ist“, sagt Johannhörster.

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