Policen
Drei Länder – ein Finanzprodukt

Auf dem Markt für geschlossene Fonds gibt es drei Modelle, in Lebensversicherungen zu investieren. Der Wert britischer Policen schwankt beispielsweise viel stärker als der einer deutschen, die Renditechancen sind gleichzeitig aber auch höher.

rrl DÜSSELDORF. Fonds, die deutsche Produkte wählen, investieren in Kapitallebensversicherungen oder Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht. Das Kapitalwahlrecht erlaubt den Begünstigten bei Fälligkeit zwischen einer Einmalauszahlung oder einer monatlichen Rente zu wählen. Die Prämien der Versicherten teilen sich auf in Verwaltungskosten, Risikovorsorge und Kapitalanlage. Den Sparanteil muss der Versicherer zurzeit mit mindestens 2,75 Prozent verzinsen. Bei Neuverträgen, die nach dem 1.1.2007 abgeschlossen werden, sinkt dieser Satz auf 2,25 Prozent. Die effektive Rendite liegt jedoch wesentlich höher. Doch es zählt nicht allein der Anlageerfolg. Je geringer die Verwaltungskostenquote, desto höher ist der Sparanteil, der Rendite abwerfen kann.

Britische Kapital bildende Lebensversicherungen, so genannte Traded Endowment Policies (TEP), sind deutschen Kapitallebensversicherungen ähnlich. Die wesentlichen Unterschiede sind der höhere Anteil der Schlussboni bei der Ablaufleistung und die Möglichkeit, 50 Prozent statt der in Deutschland erlaubten 35 Prozent der Sparanlagen in Aktien anzulegen. Dadurch schwankt der Wert einer britischen Police viel stärker als der einer deutschen, die Renditechancen sind gleichzeitig aber auch höher.

US-Policen dienen nicht der Alters-, sondern allein der Risikovorsorge. Wer US-Policen kauft, wettet daher auf den Tod des Versicherten. Seine Rendite ist umso höher, je weiter entfernt der erwartete Todeszeitpunkt vom tatsächlichen entfernt liegt. Diese etwas makabre Anlageform hat unter Risikogesichtspunkten einen Vorzug: Ihre Renditen sind völlig unabhängig von anderen Trends auf den Kapitalmärkten.

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