Anleihemärkte
Die Apokalypse ist abgewehrt, nicht jeden freut's!

Auch wenn noch zwei Handelswochen ausstehen, ist schon jetzt klar: Der August wird für viele Anleihegläubiger der verlustreichste Monat seit Jahren werden. Und das sind nicht die schlechtesten Nachrichten.
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Der weltweite Anleihemarkt hat im August – auch wenn noch zwei Handelswochen ausstehen - bereits jetzt den größten Verlust seit 2010 verzeichnet. Dahinter stehen nicht zuletzt Berichte vom Stellenmarkt und den Verbraucherausgaben, die darauf hindeuten, dass die Weltwirtschaft stärker ist als Investoren gedacht haben.

Festverzinsliche Wertpapiere - von Staatsanleihen über Unternehmensbonds bis hin zu Hypothekenpapieren - haben im Schnitt in diesem Monat 0,64 Prozent eingebüßt und weisen damit ihre schwächste Entwicklung seit November 2010 auf, als es um 1,09 Prozent abwärts ging, wie aus dem Bank of America Merrill Lynch Global Broad Market Index hervorgeht. Die Aktienkurse konnten gleichzeitig, inklusive reinvestierter Dividenden, weltweit 2,9 Prozent zulegen.

Die Bonds verlieren an Wert, nachdem in den USA der Einzelhandelsumsatz stärker als erwartet anstieg und mehr Stellen geschaffen wurden. Zudem ging das Wachstum in Deutschland und Frankreich weniger zurück als befürchtet. Für die USA geht Goldman Sachs Group Inc. davon aus, dass die Federal Reserve bis zum Jahresende oder 2013 mit einer weiteren quantitativen Lockerung (QE3) warten wird und nicht schon im September eingreift.

„Es ist einfach viel unwahrscheinlicher, dass die Fed QE3 rechtfertigen kann”, sagt Hans Mikkelsen, Kreditstratege bei Bank of America Corp. in New York. Da sich die wirtschaftliche Lage verbessert, haben die Investoren weniger Grund, in Bonds einen sicheren Hafen zu suchen, fügt zu hinzu.

„Ramsch“-Anleihen haben in diesem Monat einen Ertrag von 0,84 Prozent eingebracht, während Staatsanleihen und Bonds der Güteklasse „Investment Grade” im Schnitt ein Minus von jeweils etwa 0,7 Prozent verzeichneten, zeigen separate Indizes von Bank of America Merrill Lynch.

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Kommentare zu " Anleihemärkte: Die Apokalypse ist abgewehrt, nicht jeden freut's!"

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  • Entschuldigung, aber für Deutschland das Jahr der Unabhängigkeit mit 1618 anzugeben, oder
    "Anteil der Jahre...seit Unabhängigkeit 1800" ist wohl nur statistische Plumpaquatsch.
    Ein einheitliches und vergleichbares Deutschland gibt es erst seit 1871.

  • Sobald die Menschen erkennen, wir Geld gemacht wird, kommt die apokalypse über Nacht.
    Würde der Staat, wie es ihm eigentlich zustände, sein eigenes Geld aus der Luft schöpfen und dieses Monopol NICHT den Privatbanken überlassen,
    müsste er es sich nicht für teures Geld = ZinsesZins borgen und wir bräuchten dann ALLE KEINE Steuern zu bezahlen.

    Unser GANZES Leben wird also nicht von der Politik, sondern von den Banken bestimmt.

  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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