Anleihemarkt
Die clevere Alternative zu Aktien

Wandelanleihen stehen trotz ihrer Kursverluste noch besser da als die meisten Aktien. Experten halten die Convertibles für unterbewertet und loben ihre gestiegenen Renditen. Langfristig kann sich die Anlage lohnen.

FrankfurtWandelanleihen haben Investoren in diesem Jahr wenig Freude gemacht. Der Einbruch an den Aktienmärkten von Ende Juni bis Anfang September hat auch bei den Anleihen Spuren hinterlassen, die Investoren in Aktien tauschen können. Fonds für europäische Wandelanleihen haben seit Jahresanfang nach Daten des Fondsanalysehauses Lipper im Schnitt 9,5 Prozent verloren, Fonds für globale Wandelanleihen büßten 7,5 Prozent ein.

Immerhin schlugen sich die Wandler besser als die Fonds für europäische und weltweite Aktien, die um 17,2 und 15,3 Prozent abrutschten. Damit bestätigt sich die Historie, wonach Wandelanleihen nicht so stark fallen wie Aktien. Die Kursgewinne der Aktien machen sie dagegen im Idealfall zu zwei Dritteln mit. Gerade langfristig gesehen haben sich Wandelanleihen sehr viel besser geschlagen als Aktien. Dazu kommt: Viele Experten sehen bei den auch Convertibles genannten Zinspapieren jetzt die Chance auf eine Erholung. „Wandelanleihen sind derzeit klar unterbewertet“, sagt zum Beispiel Michael Prinz zu Salm-Salm von der auf Wandelanleihen spezialisierten Vermögensverwaltung Salm-Salm & Partner. Auch Peter Albrecht, Fondsmanager bei Union Investment, ist davon überzeugt, dass Wandelanleihen nach den jüngsten Marktturbulenzen attraktiv sind.

Alain Eckmann, Fondsmanager bei UBS Global Asset Management, hat zudem eine ganz praktische Erklärung, warum sich Wandelanleihen im Gegensatz zu Aktien über einen gegebenen Zeitraum zwangsweise erholen: „Da Wandelanleihen am Ende der Laufzeit zurückgezahlt oder gehandelt werden, haben sie spätestens dann wieder ihren fairen Wert. Aktien dagegen können sehr lange theoretisch unterbewertet bleiben.“

Das ist nachvollziehbar, denn Wandelanleihen sind verzinste Schuldverschreibungen von Unternehmen. Investoren können sie aber zu einem festgesetzten Kurs in Aktien des Schuldners tauschen. Das lohnt sich, wenn es die Aktien über die Wandlung günstiger gibt als über den Kauf an der Börse. Die meisten Fonds setzen aber nicht auf die Wandlung, sondern auf die Kursgewinne und Zinseinnahmen aus den Papieren.

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Ein langer Anlagehorizont ist wichtig

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