Anleihen
Anleger schichten Gelder in Zinspapiere um

Die Turbulenzen an den Welt-Finanzmärkten kannten am Montag einen Gewinner: die Anleihemärkte. Vor dem Hintergrund sich verschärfender Kurs- und Preisrückgänge an den Aktien- und Edelmetallmärkten schichteten die Anleger ihr Kapital in die weithin als relativ sicher geltende Anlageklasse um.

ret FRANKFURT. „Wenn Aktien fallen, unterstützt das in der Regel vor allem das kurze Ende des Bondmarktes“, sagte Padhraic Garvey, Investmentstratege der Bank ING. Beobachter wiesen darauf hin, dass die zuletzt das Bild an den Bondmärkten prägenden Ängste, die Europäische Zentralbank (EZB) könne auf der nächsten Sitzung im Juni die Leitzinsen eventuell sogar um 50 Basispunkte anheben, weitgehend abgeflaut seien.

Am langen Ende der Zinskurve fielen die Kursgewinne etwas geringer aus. Bis zum späten Abend hatte der Juni-Bund-Future an der Eurex 44 Prozentpunkte auf 115,25 Prozent gewonnen. Die Rendite zehnjähriger Euro-Staatsanleihen, die sich gegenläufig zu den Kursen entwickelt, lag bei 4,02 Prozent deutlich unter dem in der vergangenen Woche erzielten 20-Monatshoch von 4,10 Prozent. Zehnjährige US-Staatstitel rentierten bei 5,15 Prozent – nach zuvor 5,20 Prozent. Der Wirtschaftsindex der New Yorker Notenbank signalisierte für Mai eine leichte Wirtschaftsabschwächung.

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