Anleihen
Bundesanleihen im Stillstand, Griechenland stürzt ab

Weniger Export-Rückgang und weniger Importe als erwartet, so sieht die deutsche Bilanz für Oktober aus. Die Bundesanleihen konnten ihre Vortagsgewinne behaupten. Griechische Bonds hingegen stürzten ab.
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Bei den deutschen Bundesanleihen haben sich die Kurse am Dienstag wenig bewegt. Die Gewinne des Vortages konnten knapp behauptet werden.

In Deutschland waren die Exporte im Oktober um 0,5 Prozent und damit weniger als erwartet gegenüber dem Vormonat gesunken. Im September hatten die Ausfuhren um 5,5 Prozent zugenommen. Die Importe fielen stärker als erwartet um 3,1 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 5,2 Prozent im Vormonat.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 0,71 Prozent. Der Terminkontrakt Bund- Future stieg um acht Basispunkte auf 153,58 Prozent.

Bei den zehnjährigen Anleihen aus den Staaten der Euro- Peripherie gab es überwiegend leichte Verluste.

Deutliche Kursverluste gab es hingegen für griechische Bonds. Die Rendite kletterte um 45 Basispunkte auf 7,49 Prozent. Ministerpräsident Antonis Samaras hat vorgezogenen Wahlen für das Amt des Staatspräsidenten angekündigt. Die Wahlen sollen am 17. Dezember beginnen.

Erhält Samaras nicht genügend Oppositionsstimmen für seinen Kandidaten, drohen vorgezogene Parlaments-Neuwahlen. Es stehe viel auf dem Spiel, schrieb Holger Schmieding, Chefökonom der Berenberg Bank in London per E-Mail.

Die Finanzminister der Eurogruppe hatten sich am Montag darauf verständigt, Griechenland eine technische Verlängerung seines derzeitigen Hilfsprogramms um zwei Monate zu genehmigen. Die derzeit laufenden Überprüfungen würden noch bis Anfang 2015 dauern, lautete die Begründung.

Am Primärmarkt hat Österreich zehnjährige Staatspapiere im Volumen von 880 Mio. Euro mit einer durchschnittlichen Rendite von 0,825 Prozent platziert.

Bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen sind die Kurse leicht gefallen. Die Rendite der Treasuries stieg um einen Basispunkt auf 2,27 Prozent. Laut Daten von Morgan Stanley wird die Federal Reserve in rund achteinhalb Monaten ihren Leitzins erhöhen. Vor den stärkeren Arbeitsmarktdaten am Freitag vergangener Woche lautete die Schätzung noch auf rund zehn Monate.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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