Anleihen
Bundesanleihen weiten Verluste aus

Die Signale für eine Konjunkturerholung in der Euro-Zone mehren sich und auch der Einstieg in den Ausstieg der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank kommt näher. Staatsanleihen profitieren nicht davon.
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Deutsche Bundesanleihen haben am Donnerstag weitere Kursverluste verzeichnet. Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum zur Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor waren besser ausgefallen als erwartet und lieferten weitere Signale für eine Konjunkturerholung. Der Einkaufsmanager-Composite-Index von Markit Economics für die Eurozone stieg von 50,5 im Juli auf 51,7 im August. In einer Umfrage von Bloomberg war nur eine Verbesserung auf 50,9 erwartet worden. Ein Wert über 50 deutet auf eine Expansion hin.

In Deutschland haben sich die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor stärker als erwartet verbessert, und zwar auf 52,0 beziehungsweise 52,4. In Frankreich hingegen verschlechterten sich die Indizes unerwartet.

In den USA hatte am Vorabend das Protokoll der Juli-Sitzung der Federal Reserve aufgezeigt, dass sich die meisten Mitglieder des zinspolitischen Offenmarktausschusses (FOMC) mit dem Plan von Notenbankchef Ben Bernanke, die Anleihekäufe noch in diesem Jahr zu verringern, sofern sich die Konjunktur weiter erholt, „wohlfühlten“.

„Der Blickpunkt bewegt sich nun von der Frage, wann die Fed mit der Verringerung ihrer Anleihekäufe beginnen wird, weg und hin zu der Frage in welchem Tempo sie reduzieren wird“, sagte Willem Sels, Leiter Anlagestrategie bei HSBC Private Bank in London. Aufgrund der Spekulationen über das Ausmaß des „Ausschleichens“ („Tapering“) dürften kurzfristig die Renditen der Bonds der Kernländer, auch der in Europa, weiter steigen, fügte er an.

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