Anleihen
Deutsche Börse verbessert Handel mit Firmenbonds

Umbruch an der Deutschen Börse: Ab sofort werden rund 700 Anleihen von Unternehmen auf der elektronischen Handelsplattform Xetra gelistet. Bisher wurden Anleihen überwiegend am Telefon oder außerbörslich gehandelt. Die Umstellung bringt Vorteile für private und institutionelle Anleger.
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FRANKFURT. Die Deutsche Börse revolutioniert den Handel mit Unternehmensanleihen: Seit heute werden rund 700 Firmenbonds mit einem ausstehenden Volumen von 700 Mrd. Euro über die elektronische Handelsplattform Xetra gehandelt. Damit soll das Geschäft transparenter und liquider werden.

Das kommt deshalb einem gravierenden Umbruch gleich, weil Anleihen bislang vorwiegend zwischen Banken und institutionellen Investoren am Telefon oder über außerbörsliche elektronische Handelsplattformen umgesetzt werden. Die dadurch bedingte Intransparenz war von Investoren lange Zeit gewollt, weil undurchsichtige Märkte Chancen auf bessere Margen bieten.

DWS sieht sich als Initiator

Schon Anfang des Jahres hatten sich aber Fondsgesellschaften dafür eingesetzt, Anleihen von Banken und Industrieunternehmen über die Börse besser handelbar zu machen. "Wir haben mehrere Gespräche mit der Deutschen Börse geführt", sagte DWS-Geschäftsführer Thomas Richter dem Handelsblatt. Er nimmt für sich in Anspruch, dass die Initiative der Börse auf die Anregung der DWS zurückgeht. In der Finanzkrise haben Investmentbanken laut Richter kaum noch Preise gestellt.

Das neue Modell der Börse bezeichnete Richter als "richtigen Schritt", um den Handel und die Transparenz zu verbessern. Laut Christoph Kind, Leiter Fondsmanagement Asset-Allocation bei Frankfurt-Trust, ist das neue Handelsmodell der Deutschen Börse vor allem für Privatanleger eine gute Nachricht. Der Anleihehandel werde für sie einfacher, transparenter und günstiger.

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