Anleihen
Experten warnen vor Bond-Blase

Am amerikanischen Rentenmarkt haben die Kurse am Donnerstag erneut zugelegt. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank drei Basispunkte auf 2,65 Prozent.

HB FRANKFURT. Neue schlechte Nachrichten zur US-Wirtschaft haben das Interesse an sicheren Staatspapieren weiter erhöht. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist auf den höchsten Stand seit 26 Jahren geklettert. Das Defizit in der amerikanischen Handelsbilanz ist im Oktober gestiegen. Grund waren weiter rückläufige Exporte.

Bondexperten warnen, dass sich am Markt für US-Staatspapiere eine Kursblase gebildet hat, die demnächst zu platzen droht. Das niedrige Renditeniveau werde nicht von Dauer sein. Bei US-Schatzpapieren mit drei Monaten Laufzeit lägen die Merkmale einer Blase schon klar auf der Hand, sagt Bill Gross von der Allianz-Fondstochter Pimco. Die Rendite dieser Papiere ist in dieser Woche auf null gesunken. "Wie könnte man mit dem Verhältnis von Risiko und Chance argumentieren, wenn die Rendite bei null liegt?", fragt Gross. Der von ihm betreute Total Return Fund ist der weltgrößte Anleihefonds.

Am europäischen Rentenmarkt überwogen die Verkauforders leicht. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte höher bei 3,22 Prozent. Der Bund-Future fiel 38 Basispunkte auf 122,10 Prozent.

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