Anleihen
Gebühren als Renditekiller

Anlegern geht es wie Unternehmern: Kosten drücken den Gewinn. Bei Anleihen können sie spürbar die Rendite schmälern. Nur wer genau nachrechnet, erzielt ordentliche Zinsen. Was Anleger beachten müssen.
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FrankfurtGerade bei festverzinslichen Wertpapieren können Gebühren die Rendite auf Sparbuch-Niveau oder darunter sinken lassen. "Ein geringer Ausgabeaufschlag oder niedrige Depotentgelte erhöhen dagegen die Rendite sofort und ohne jedes Risiko", sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Anleger sollten daher genau überlegen, wo und wie sie in Anleihen investieren.

Wie bei Aktien wird für den Anleihehandel ein Depotkonto bei einer Wertpapierbank benötigt. Die Depotführung ist teilweise kostenlos, allerdings verlangen die Anbieter für jeden Kauf oder Verkauf Gebühren - beispielsweise bei einem Ordervolumen von 1 000 Euro meist zwischen fünf und zehn Euro. Für eifrige Händler lohnt da unter Umständen eine Flatrate, wie sie zum Beispiel der Online-Broker Flatex anbietet. Wer ein Preislimit setzen will, bei dem automatisch Anleihen gekauft oder verkauft werden, muss bei einigen Anbietern draufzahlen.

Sein Anleihevermögen kann der Anleger von Profis managen lassen, aber das ist am teuersten. Beim Kauf eines Fonds fallen bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag an, und auch danach hält der Manager jedes Jahr die Hand auf. Alternativ können Anleihen einzeln über Börsen oder bei Banken gekauft werden. Beim außerbörslichen Kauf hat die Bank die Anleihen entweder "auf Lager" oder kauft sie bei einer Anfrage selbst an der Börse. Die Bank verlangt dafür eine Gebühr zwischen 0,25 und 0,5 Prozent des Kaufpreises. Manchmal wird auch keine explizite Gebühr ausgewiesen, aber die Bank zwackt dann bei den Handelspreisen etwas ab. Das bedeutet: Die Kurse bei der Bank sind unter Umständen schlechter, als wenn der Anleger direkt über eine Börse handelt.

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