Anleihen
Italien erhält Milliarden zu Niedrigzinsen

Italien nimmt mehr als sieben Milliarden Euro am Kapitalmarkt auf - und zwar zu rekordniedrigen Renditen. So niedrige Zinsen musste das Land seit Euro-Einführung noch nie zahlen.
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FrankfurtItalien hat am Kapitalmarkt insgesamt 7,5 Milliarden Euro aufgenommen. Das Land verkaufte fünf- und zehnjährige Bonds und musste den Investoren dafür eine so niedrige Verzinsung wie noch nie seit der Euro-Einführung bieten.

So fiel die Rendite der zehnjährigen Papiere auf durchschnittlich 3,01 Prozent von 3,22 Prozent bei einer ähnlichen Auktion im April. Die Überzeichnung lag beim 1,3fachen. Für die fünfjährigen Papiere bot Italien den Anlegern eine Verzinsung von 1,62 Prozent an nach 1,84 Prozent vor einem Monat. Auch dies war der niedrigste Satz seit der Euro-Einführung. Die Auktion war 1,4fach überzeichnet. Der Erfolg der Partei von Ministerpräsident Matteo Renzi bei den Europawahlen war an den Märkten als Votum für dessen Reformpolitik interpretiert worden.

Der Bund-Future notierte am Mittag mit 147,04 Punkten nahezu unverändert. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zog geringfügig auf 1,30 von 1,29 Prozent am Vorabend an. Auch die Kurse der italienischen und spanischen Pendants gaben nach, so dass die Renditen leicht anzogen. Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik hatte am Vortag die Anleger an die Rentenmärkte gelockt. Wegen des -Feiertages Christi Himmelfahrt in vielen europäischen Ländern waren die Umsätze allerdings gering.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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