Anleihen
Kurse an den Rentenmärkten brechen ein

Ängste vor weiter steigenden Zinsen in den USA und im Euro-Raum haben gestern die Anleihemärkte erneut unter Druck gesetzt. Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen weiter erhöht und kein deutliches Signal für ein Ende der Zinserhöhungen gegeben

FRANKFURT. Ängste vor weiter steigenden Zinsen in den USA und im Euro-Raum haben gestern die Anleihemärkte erneut unter Druck gesetzt. Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen weiter erhöht und kein deutliches Signal für ein Ende der Zinserhöhungen gegeben. Für den Euro-Raum bestätigten der Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Daten zum Wirtschaftswachstum das Szenario weiter steigender Zinsen. Schlechter als erwartete Daten zu den US-Einzelhandelumsätzen stützten die Anleihen nur kurz.

Der Bund-Future brach bis zum späten Abend um 0,49 Prozentpunkte auf 114,86 Prozent ein. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 4,07 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg auf 5,16 Prozent. Das US-Schatzamt hatte zuvor neue zehnjährige Bonds über 13 Mrd. Dollar versteigert, für die es wenig Nachfrage aus dem Ausland gab.

Am Markt für neue Unternehmensanleihen platzierte der französische Autobahnbetreiber Cofiroute eine deutlich überzeichnete Emission über 750 Mill. Euro mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Daneben begaben der französische Baukonzern Bouyues, Telecom Italia und die Robert Bosch GmbH neue Bonds. Bayer kündigte zur Refinanzierung der Schering-Übernahme zwei große Anleihen in Euro und eine in Pfund Sterling an. cü

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%