Anleihen
Renditen der US-Treasuries springen an

Mit fallenden Kursen haben die Anleihemärkte in den USA und Europa am Dienstag auf die angekündigten Stützungsmaßnahmen der Notenbanken reagiert. Die Anleger stießen die als sicher und leicht handelbar geltenden Staatspapiere ab, die sie zuvor angesichts der Kreditkrise gehortet hatten.

HB FRANKFURT. Das trieb die Renditen nach oben. Besonders ausgeprägt war die Bewegung bei den zinssensiblen zweijährigen US-Treasuries. Dort schnellte die Rendite um 25 Basispunkte auf 1,72 Prozent nach oben – das ist der größte Renditeanstieg seit Mai 2004.

Nach der angekündigten Aktion der Fed stutzten die Händler am Zinsterminmarkt ihre Erwartungen zum Umfang einer künftigen Lockerung der US-Geldpolitik. Sie räumen einer US-Zinssenkung um Dreiviertel Prozentpunkte nun eine Chance von 70 Prozent ein, gegenüber 86 Prozent am Montag. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschnitt um einen Prozentpunkt sehen sie nun bei Null Prozent, gegenüber 14 Prozent zuvor.

In Europa drückten die neuen ZEW-Zahlen (siehe Devisenmarkt) zusätzlich auf die Anleihekurse. Entsprechend zog die Rendite der zweijährigen Bundesanleihe um 16 Basispunkte auf 3,34 Prozent an, zehnjährige Papiere rentierten bei 3,80 Prozent sieben Basispunkte höher. Der Bund-Future rutschte 61 Basispunkte auf 117,44 Prozent.

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