Anleihenbericht
Bondrenditen steigen kräftig

Die als risikoarm geltenden Staatspapiere waren bei Investoren nicht sonderlich gefragt. Mit kräftigen Kursverlusten beziehungsweise Renditeanstiegen haben die Anleihemärkte in Europa und den USA auf die Nachrichten um Fannie Mae und Freddie Mac reagiert.

HB FRANKFURT. Anleger befürchten zudem, dass das US-Finanzministerium zur Finanzierung des Maßnahmenpakets weitere Anleihen begeben muss. Die Papiere der beiden Realkreditinstitute legten eine Rally hin.

Skeptisch zeigten sich Investoren jedoch, ob die Kursverluste bei den Staatspapieren anhalten werden. So rechnet Stratege Kornelius Purps von Unicredit damit, dass die Renditen in Europa wieder unter vier Prozent sinken werden. Die jüngsten Kursrückgänge böten eine gute Einstiegsgelegenheit. Auch Peter Müller von der Commerzbank hält das Abwärtsrisiko für begrenzt, wenn die erste Euphorie zur der Rettungsaktion verpufft sei. Das fundamentale Umfeld für Staatspapiere dürfte freundlich bleiben.

Die Renditen von zehnjährigen US-Treasuries zogen in der Spitze um 15 Basispunkte auf 3,85 Prozent an. Bundesanleihen gleicher Laufzeit rentierten am Nachmittag bei 4,08 Prozent acht Basispunkte höher. Der Bund-Future sank 66 Basispunkte auf 114,74 Prozent. Am Primärmarkt kündigte Spanien eine 15-jährige Anleihe im Benchmarkvolumen an.

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