Anleihenbericht
Renditen geraten weiter unter Druck

Rezessionsängste haben am Mittwoch für steigende Kurse und fallende Renditen an den Rentenmärkten in Europa und den USA gesorgt. Im Euro-Raum sank die Industrieproduktion im September auf Jahressicht um 2,4 Prozent - und damit doppelt so stark wie erwartet. Der Markt rechnet mit weiteren Zinssenkungen der EZB.

HB FRANKFURT. Die Rendite zweijähriger Bundesschatzanweisungen, die auf Zinserwartungen besonders sensibel reagieren, fiel sechs Basispunkte auf 2,29 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 3,63 Prozent ebenfalls niedriger. Der Bund-Future legte 28 Basispunkte zu auf 118,32 Prozent. Auch in den USA suchten Anleger die Sicherheit von Staatspapieren. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank sechs Basispunkte auf 3,68 Prozent.

Am Primärmarkt begab Deutschland eine zehnjährige Anleihe über sieben Mrd. Euro. Die Emission war nur 0,3fach überzeichnet. Damit war die Nachfrage schwächer als bei der Emission im August, als Berlin zuletzt zehnjährige Bundesanleihen brachte. Auch die USA platzierten zehnjährige Papiere, das Volumen betrug 20 Mrd. Dollar. Portugal beschaffte eine Mrd. Euro über eine fünfjährige Anleihe. Bei den Unternehmen will der Versorger RWE laut Bankkreisen zwei Mrd. Euro über Anleihen mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren aufnehmen.

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