Anstatt Bundesanleihen
Anleger bevorzugen Anleihen der Krisenländer

Die Industrieproduktion im Euro-Raum zieht an und viele Anleger verlassen den sicheren Hafen der Bundesanleihen. Diese gaben zu Gunsten von Bonds der Euro-Peripherie nach.
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Rom/Frankfurt/MainDie deutschen Bundesanleihen haben am Mittwoch nachgegeben. Nach einem überraschend kräftigen Anstieg der Industrieproduktion im Euro-Raum waren die als sicher geltenden Anleihen weniger gefragt. Dafür griffen die Anleger bei den Staatsanleihen der Euro-Peripherie zu.

„Es gibt noch immer eine große Jagd auf Renditen, was die Anleger zum Einstieg ermutigt“ und die Nachfrage nach italienischen und spanischen Anleihen stütze, sagte Marc Ostwald, Zinsstratege von Monument Securities in London. „Der Spread zu den Bunds engt sich weiter ein.“

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren legte um vier Basispunkte auf 1,67 Prozent zu. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel 40 Basispunkte auf 142,15 Prozent.

Deutschland begab zweijährige Bundesschatzanweisungen über 5 Mrd. Euro, wobei die Zuteilung ohne Marktpflegequote 4,3 Mrd. Euro umfasste. Die durchschnittliche Rendite betrug 0,21 Prozent, nach 0,01 Prozent bei der vorhergehenden Auktion am 2. Januar; das Rekordtief vom Juli lag bei minus 0,06 Prozent.

Bei den zehnjährigen spanischen Staatsanleihen gab es erneut Kursgewinne. Die Rendite der spanischen Papiere fiel um vier Basispunkte auf 5,26 Prozent, nachdem sie am Vortag bereits um zehn Basispunkte gesunken war. EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Vortag die Reformfortschritte in Spanien gelobt.

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