Banken verzichten nur zum Teil auf Gebühren
Zu wenige Minibonds für Privatanleger

Speziell auf Privatanleger zugeschnittene Unternehmensanleihen führen in Europa noch ein Schattendasein. Dabei werden seit gut einem Jahr Anleihen für Kleininvestoren gezielt angeboten.

cü FRANKFURT/M. Es gibt dafür drei Plattformen: Die Deutsche Bank bietet seit November 2003 unter www.coins.db.com auf Kleinanleger ausgerichtete Bonds unter dem Namen „Coins“ an, ABN Amro vermarktet seit Januar unter www.eurodans.com so genannte „Euro-Dans“, und die US-Investmentbank Incapital bietet seit Mai 2003 „Internotes“ unter www.eu.internotes.com an.

Das Prinzip der auch „Minibonds“ genannten Anleihen ist einfach, der Charme liegt in regelmäßigen, transparenten Emissionen mit unterschiedlichen Laufzeiten: Am Anfang der Woche legen die anbietenden Banken Laufzeit und Zinsschein für die Bonds fest. Die Mindeststückelung lautet meist auf 1 000 Euro. Investoren können die Anleihen dann bis Ende der Woche zeichnen, sie bekommen die Bonds zum Nennwert von 100 Prozent. Dadurch entfallen komplizierte Berechnungen von Stückzinsen und Renditen, weil die Rendite dem Zinsschein entspricht. Das Volumen der Anleihe richtet sich nach der Nachfrage. Die Privatanleger bezahlen die einfache Struktur mit einem Abschlag auf die Rendite im Vergleich zum herkömmlichen Handel. Deshalb lohnen sich Vergleiche. Kaufen können Anleger die Bonds bei Banken, die Vertriebspartner der Papiere sind. Interessant werden die „Minibonds“ vor allem, wenn die Banken auf Gebühren verzichten. Das ist nicht bei allen der Fall.

Über „Coins“ bekommen Anleger Anleihen von Deutscher Bank, KfW Bankengruppe und Rabobank. Anleihen der Depfa Bank und der Banca Intesa sollen hinzukommen. Über „Internotes“ können Privatanleger „Minibonds“ von Bank of America, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und Ford kaufen, über „Euro-Dans“ Anleihen von ABN Amro und General Motors.

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