Credit Suisse
Aktionäre lehnen Coco-Pläne ab

Die geplante Emission von „Contingent Convertible Bonds“ bei der Credit Suisse hat für Kritik der Aktionäre gesorgt. Die Anlage-Stiftung Ethos will auf der Generalversammlung deswegen gegen eine Kapitalerhöhung stimmen.
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ZürichDie Pläne der Schweizer Großbank Credit Suisse zur Ausgaben von bedingten Pflichtwandelanleihen rufen heftige Kritik von Aktionären hervor. Die Schweizer Anlage-Stiftung Ethos will nach Angaben vom Donnerstag auf der Generalversammlung der Bank Ende April gegen die Kapitalerhöhung stimmen, die eine Voraussetzung für die Emission der sogenannten „Contingent Convertible Bonds“ bildet.  

Nach Ansicht von Ethos sollte Credit Suisse statt der Emission der Coco Bonds die Handelsaktivitäten des Investmentbankings aufgeben. Diese würden zwei Drittel des Eigenkapitals der Bank binden. „Ethos ist gegen die Weiterführung der Handelsaktivitäten der Investmentbank“, erklärte Geschäftsführer Hans Biedermann. Der Geschäftsbereich berge Risiken, die nicht im langfristigen Interesse der Aktionäre seien.  

Coco Bonds, die beim Unterschreiten von bestimmten Quoten automatisch in Eigenkapital gewandelt werden, sind ein wichtiger Teil der geplanten neuen Schweizer Eigenkapitalvorschriften. Die beiden Großbanken Credit Suisse und UBS sollen zu einer Eigenkapitalquote von rund 19 Prozent verpflichtet werden. Das ist fast doppelt so hoch wie im Bankenregelwerk Basel III vorgesehen. Rund ein Drittel des geforderten Kapitals soll in Cocos gehalten werden können. Credit Suisse hat bereits mit Großaktionären die Emission von zwei solchen Pflichtwandelanleihen in Milliardenhöhe vereinbart. Diese Pläne können aber nur umgesetzt werden, wenn die Aktionäre der Emission der dafür nötigen Vorratsaktien zustimmen.  

Die Anlagestiftung Ethos kämpft für nachhaltige Anlagen und mehr Aktionärsdemokratie. Sie verwaltet vor allem Geld für Pensionskassen. In den vergangenen Jahren hatte Ethos entscheidend dazu beigetragen, dass Schweizer Großkonzerne sogenannte nicht-bindende Konsultativabstimmungen über Manager-Löhne durchführen. Bei den Großkonzernen Nestle und Novartis hatte Ethos mit der Unterstützung anderer Aktionäre durchgesetzt, dass die Ämter des Konzernchefs und des Verwaltungsratspräsidenten nicht mehr von der gleichen Person übernommen werden können.  

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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