Entspannung am Rentenmarkt
Euro bleibt weiter angezählt

Während sich die Bundesanleihen und Bund-Future auf Talfahrt befinden, sind Spaniens und Italiens Zehnjährige wieder en vogue. Anleihe-Anleger hoffen auf Wachstumsimpulse und blicken auf das Gipfeltreffen der EU-Chefs.
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FrankfurtGeteilte Welt: Während am Rentenmarkt die Anleger am Dienstag wieder risikofreudiger wurden, blieben sie am Devisenmarkt in Deckung. Die Folge: Spanische und italienische Zehn-Jahres-Anleihen wurden gekauft, während der Euro auf Tauchstation blieb.

„Es gibt die Hoffnung, dass die EU-Chefs bei ihrem Treffen am Mittwoch etwas in Sachen Wachstum beschließen werden“, erklärte ein Rentenhändler in London die Entspannung bei den Anleihen. Dagegen warnte Helaba-Analyst Ralf Umlauf: „Ich glaube nicht, dass der Gipfel so viel bringen kann.“ Der Euro rutschte denn auch wieder auf 1,2750 Dollar ab nach mehr als 1,28 Dollar am Vorabend.

Die etwas höhere Risikofreude am Rentenmarkt verhalf dagegen den Kursen der spanischen und italienischen zu deutlichen Gewinnen. Entsprechend gaben die Renditen bei beiden Anleihen wieder auf 6,1 von 6,3 Prozent und auf 5,7 von 5,9 Prozent nach. Spanien konnte zudem problemlos 2,5 Milliarden Euro in kurzlaufenden Geldmarkttiteln aufnehmen. Zwar musste das Land höhere Zinsen zahlen, doch war dies weitgehend erwartet worden.

Wenig gesucht waren dagegen deutsche Bundesanleihen. Entsprechend zogen die Renditen der Zehnjährigen auf 1,48 von 1,43 am Vorabend an. Der Bund-Future - eine Art Barometer für die Risikofreude der Anleger - verlor 29 Ticks auf 143,28 Punkte.

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