Anleihen
Euro-Renten geben weiter nach

Die Erwartung einer konjunkturellen Erholung in den USA hat im Rentenhandel am Donnerstag erneute Verkäufe europäischer Festverzinslicher ausgelöst.

rtr FRANKFURT. Überraschend günstige Konjunkturdaten aus den USA hatten am Mittwoch bereits den US-Aktien Auftrieb gegeben, was Marktteilnehmern zufolge für Kursverluste bei den Euro-Renten sorgte. „Der Dow Jones hat stark geschlossen“, begründete Händler Charles Berry von der Landesbank Baden-Württemberg die Kursabschläge der Euro-Staatsanleihen und Zinsfutures.

„Da die Leute denken, dass die US-Wirtschaft sich bereits wieder erholt, gehen viele davon aus, nun wäre der richtige Zeitpunkt, sich von Anleihen zu trennen und in Aktien zu investieren“, ergänzte Berry. Bei günstigen Konjunkturaussichten zeigen Anleger in der Regel mehr Risikobereitschaft und verkaufen als sicherer geltende Anleihen zu Gunsten von Aktien.

Der richtungweisende Juni-Bund-Future lag am Vormittag 36 Ticks im Minus bei 115,94 Punkten. Die dem Bund-Future zu Grunde liegende zehnjährige Bundesanleihe verlor 26 Ticks auf 104,61 % und rentierte mit 3,907 %. Der Bobl-Future gab 22 Stellen auf 112,93 Zähler nach, der Schatz-Future fiel um sechs Ticks auf 106,69 Punkte.

Um weiteren Aufschluss über die konjunkturelle Situation in den USA zu erhalten, blicken Marktteilnehmer gespannt auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Juni. Von Reuters befragte Volkswirte rechnen im Schnitt mit einer Zunahme der Arbeitslosenquote um 0,1 %punkte zum Vormonat auf 6,2 %. In der Euro-Zone wird die Anhörung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, vor dem Europäischen Parlament erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%