Euro-Rettungsschirm
ESM erreicht maximale Ausleihkapazität

Seit Oktober 2010 gibt es den europäischen Rettungsschirm ESM, alle 18 Euro-Länder sind an ihm beteiligt. Diese haben nun die letzte Rate eingezahlt. Weiteres Kapital von 622 Milliarden Euro kann noch abgerufen werden.
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LuxemburgDer dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM hat seine maximale Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro erreicht. Das teilte die Institution mit Sitz in Luxemburg am Donnerstag mit. Der ESM kann mit seiner Finanzkraft zu günstigen Bedingungen zum Beispiel Anleihen ausgeben und so Hilfskredite an klamme Mitgliedsstaaten gewähren. Der Großteil von 450 Milliarden Euro stehe bei Bedarf noch zur Verfügung, erklärte ESM-Chef Klaus Regling.

Die Mitglieder des ESM - die 18 Länder mit der Euro-Währung - haben den Angaben zufolge nun die letzte Rate eingezahlt, damit beläuft sich das eingezahlte Kapital auf 80 Milliarden Euro. Das eingezahlte Kapital werde nicht verliehen sondern sicher angelegt, erklärte der ESM. Der Fonds kann nach eigenen Angaben neben dem eingezahlten Geld weiteres Kapital von etwa 622 Milliarden Euro abrufen.

Der Rettungsschirm kann seit Oktober 2012 gegen strenge Auflagen Finanzhilfen an Euro-Länder gewähren. Der deutsche Anteil am ESM beträgt rund 27 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • dabei hat die Retterei noch gar nicht angefangen. Banken brauchen 1,3 Billionen EK, haben 1 Bill. faule kredite, 0,7 Bill. target2, und 128 Banken warten auf Abwicklung.

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