Finanzmärkte
Rendite zweijähriger Titel zieht kräftig an

Die Kapitalmarktzinsen sind am Mittwoch erneut gestiegen, vor allem am kurzen Ende. Die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung kletterte zeitweise bis auf 2,94 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit gut drei Jahren.

HB FRANKFURT. Seit die Europäische Zentralbank (EZB) Ende November die erste Leitzinserhöhung seit gut fünf Jahren angekündigt und Anfang Dezember in die Tat umgesetzt hatte, sind die Renditen zweijähriger Anleihen, die besonders sensibel auf Leitzinsänderungen reagieren, kräftig nach oben geschnellt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erhöhte sich gestern auf 3,44 Prozent, liegt damit aber unter dem Niveau vor der Zinserhöhung. Der Terminkontrakt Bund-Future brach um 0,63 Prozentpunkte auf 120,64 Prozent ein. Auslöser für die erneuten Kursverluste beziehungsweise Renditeanstiege war der überraschend feste Ifo-Index, der Ängste vor kräftiger als erwarteten Leitzinserhöhungen im Euro-Raum schürte.

Das schwache Marktumfeld nach dem Ifo-Index belastete etwas die Auktion der 30-jährigen Bundesanleihe. Die Finanzagentur stockte die Anleihe um sechs Mrd. Euro auf und bekam dafür Angebote von 7,13 Mrd. Euro. Zur Marktpflege behielt die Agentur 609 Mill. Euro ein, so dass sich eine 1,3-fache Überzeichnung ergab. Diese lag unter der vorangegangener 30-jähriger Auktionen.

In den USA stand eine weitere Auktion zweijähriger Anleihen über 22 Mrd. Dollar an. Das Angebot belastete auch die Langläufer. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg auf 4,48 Prozent.

Unter den Unternehmen kündigte die Deutsche Telekom eine dreijährige Anleihe über 500 Mill. Euro und damit ihre erste Emission in diesem Jahr an. Am Markt für Pfandbriefe respektive Covered Bonds stand die spanische Großbank Santander mit einem Jumbo über 4,5 Mrd. Euro im Blickpunkt.

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