Im Sog der US-Bonds
Bund-Future setzt Talfahrt fort

Der Kurs der deutschen Staatsanleihen fällt weiter. Schuld daran ist vor allem der Kursverlust der US-Staatsanleihen. Die wiederrum litten unter der Befürchtung, dass die Geldflut in den USA bald beendet sein könnte.
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FrankfurtDie Spekulationen über ein baldiges Ende der Geldflut in den USA haben auch am Mittwoch die US-Staatsanleihen belastet und damit auch die Kurse der deutschen Bundesanleihen nach unten gedrückt. Der Bund-Future fiel um 23 Ticks auf 143,50 Punkte. Entsprechend zogen die Renditen weiter an, so dass der Abstand zwischen den deutschen und US-Zinsen sich weiter vergrößerte und damit in etwa so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr war. Dies spiegelte die unterschiedliche Entwicklung der Konjunktur in beiden Volkswirtschaften wider: Während in den USA die jüngsten Daten eine Erholung signalisieren, steckt die Euro-Zone weiter in der Flaute.

Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen kletterte auf 1,49 von 1,46 Prozent am Vorabend. Die Rendite der entsprechenden US-Treasuries zog auf 2,19 von 2,17 Prozent an. „Der Rendite-Spread könnte im zweiten Halbjahr durchaus 100 Basispunkte erreichen“, sagte ein Händler.

Die zunehmenden Spekulationen vieler Anleger auf ein Auslaufen des Anleihe-Kaufprogramms der US-Notenbank Fed schon im Sommer beschrieben unterdessen viele Analysten als übertrieben. „Dafür gibt auch das Statement von Fed-Chairman Ben Bernanke letzte Woche nichts her“, stellte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann fest. Elwin de Groot, Analyst bei der Rabobank, stimmte zu. Für ein Ende der quantitativen Lockerung sei es noch zu früh.

Viele Anleger an den europäischen Rentenmärkten machten unterdessen wieder einen Bogen um die Anleihen aus den Euro-Sorgenländern Spanien und Italien. So zogen die Renditen der zehnjährigen spanischen und italienischen Bonds um jeweils um etwa vier Basispunkte auf 4,34 Prozent und 4,09 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Die zunehmenden Spekulationen vieler Anleger auf ein Auslaufen des Anleihe-Kaufprogramms der US-Notenbank Fed schon im Sommer beschrieben unterdessen viele Analysten als übertrieben."

    Wahrscheinlichster Grund für das Schüren dieser Spekulationen dürfte die Situation beim Gold sein. Vielleicht ist die physische Nachfrage (Asiaten, Zentralbanken, Kleinsparer, "verdeckte Kräfte) mittlerweile so hoch, dass man mit Zinserhöhungen drohen muss, wollen die Herren der Papierleerversprechen nicht die Kontrolle über ihr fragiles Kartenhaus verlieren.

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