Negativer Ausblick
Spaniens Rating steht weiter auf der Kippe

S&P bewertet Spaniens Bonität weiter mit BBB-. Der Ausblick bleibt negativ. Sollten sich die Budgetsituation verschlechtern oder die Reformen stocken, werde das Land weiter herabgestuft.
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FrankfurtDie Ratingagentur Standard & Poor's hat Spaniens Bonität mit 'BBB-' am Freitag bestätigt. Die Entschlossenheit des Landes, eine umfassende Fiskal- und Strukturreform umzusetzen, sei weiter stark, hieß es in der Mitteilung.

Den Ausblick beim Langfrist-Rating beließ S&P unverändert auf 'negativ'. Damit bleibt die Möglichkeit einer Herabstufung der Bonität erhalten, sollten die politische Unterstützung für die Reformagenda nachlassen, die Budgetsituation sich „erheblich” verschlechtern oder die Finanzierungskosten für das Land keine dauerhafte Stabilisierung erfahren, schreiben die Analysten Marko Mrsnik und Frank Gill.

Die EU-Kommission erwartet, dass sich Spaniens Schuldenlast 2014 über dem Durschnitt in der Eurozone bewegen wird, zum ersten Mal seit Bestehen der Gemeinschaftswährung. Die Ratingeinstufungen von S&P, Fitch Ratings und Moody's Investors Service für Spanien sind ein bis zwei Stufen über Ramschniveau. Spaniens Wirtschaft befindet sich das sechste Jahr in Folge im Abschwung. Bislang ist es der viertgrößten Volkswirtschaft im Euroraum gelungen, auf Inanspruchnahme eines Rettungsschirms zu verzichten.

S&P erwartet einen BIP-Rückgang von 1,5 Prozent für 2013, bevor eine langsame Erholung einsetzen dürfte und zu 0,6 Prozent Wachstum führen dürfte. Die Arbeitslosenquote werde weiterhin mit über 26 Prozent sehr hoch bleiben.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Ich habe vor kurzem gelesen, Spanien hätte das Schwerste hinter sich und sei, wie Griechenland, auf dem guten Wege.

  • Spanien war, ist und wird ein Schwellenland bleiben, alles andere ist Nonsens. Man hat es dort in 15 Jahren EUR-Zugehörigkeit und Niedrigzinsen aufgrund der guten Bonität des EUR-Mitgliedes Deutschland trotzdem nicht geschafft, solide Industriestrukturen zu schaffen, stattdessen nur auf Pump konsumiert und korrumpiert.
    Und wenn die spanischen Zombie-Banken erst einmal durch die Schuldenunion zulasten des deutschen Steuerzahlers entschuldet sind, wird das Spiel von vorn beginnen ... außer es kommt mal ein Partei in den Bundestag, die "Nein" sagt. (...)


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • um uns rum nur noch Schwellenländer LOL
    Dann schiebt das Entwicklungshilfeministerium das Geld rüber.

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