Niedrige Anleiherenditen
Lebensversicherer, wohin bloß mit dem vielen Geld?

Die Renditen für Bundesanleihen sind zwar auf relativ hohem Niveau, aber immer noch deutlich zu niedrig für Lebensversicherer und Co. Institutionelle Investoren sind nun gezwungen, sich nach Alternativen umzusehen.
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FrankfurtAuch wenn die Renditen deutscher Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 17 Monaten gestiegen sind, bringen sie den Anlegern Erträge von wenig über Null Prozent. Für institutionelle Investoren dürfte das ein Signal sein, in andere Anlageklassen zu wechseln.

Seit Anfang des Quartals bis zum 21. August war die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe jeden Tag unter der deutschen Inflationsrate, so dass der Ertrag von der Teuerung aufgezehrt wurde. Am Donnerstag stieg die Rendite auf 1,94 Prozent und damit den höchsten Stand seit März 2012. Damit liegt sie allerdings nur knapp über der Inflationsrate von 1,9 Prozent im Juli.

Deutschlands Wirtschaftswachstum hat die Eurozone aus der längsten Rezession seit ihrer Gründung geführt. Der flotte Konjunkturgang hält Anleger jedoch nicht davon ab, für Investments in deutsche Anleihen zu zahlen - ein Zeichen für den Status der Anleihen als sicherer Hafen in der Schuldenkrise. Das schafft Schwierigkeiten für Lebensversicherer und Pensionsfonds, die langfristige Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Kunden eingehen und gleichzeitig ihr Risikoengagement begrenzen müssen, sagt Goldman Sachs.

„Renditen zwischen 1,5 und 2 Prozent bei Bundesanleihen erfüllen nicht die Ertragsvorgaben”, erklärte Christoph von Reiche, Leiter von Goldman Sachs Asset Management in Deutschland, am 21. August in einem Interview mit Bloomberg News. „Die Anleger kaufen nicht genug Aktien. Wie will man Erträge erzielen, die über den niedrigen Renditen und der Inflationsrate liegen, wenn man nicht bereit ist, mehr in Aktien zu investieren?”

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„Die aktuelle Rendite ist zu niedrig“

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