Papier statt Geld
Prokon lässt Mega-Anleihe fliegen

PremiumEine Anleihe oder Bares? Dazwischen können sich die Geschädigten des nach der Pleite auferstandenen Windparkbetreibers Prokon entscheiden. Das Papier ist fast so ungewöhnlich wie es die Insolvenz gewesen ist.

DüsseldorfEs ist der größte Saal im Fünf-Sterne-Hotel Luisenhof in Hannover. Parkettboden, an der Wand ein Gemälde von Georg III., Kristalllüster. Rund 300 Gäste sind da, viele Polohemden, viel graues Haar. Geladen hat der nach der Pleite auferstandene Windparkbetreiber Prokon. Es ist einer von acht Terminen in ganz Deutschland: Eine Roadshow für eine neue Prokon-Anleihe (WKN: A2AASM). Möglichst viele Kleinanleger sollen sie ins Depot nehmen, so das Ziel. „Das Buffet hier ist ja fast so üppig wie zu Zeiten des Firmengründers Carsten Rodbertus“, scherzt einer der Gäste, „hoffentlich ist das kein schlechtes Omen.“ Er will heute die neuen Chefs erleben...

 
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