Portugal
Erleichterung nach gemeisterter Bond-Auktion

In Portugal wurde bei einer Bond-Auktion erleichtert zugegriffen. Das sorgte für sinkende Rendite. Es war die erste Auktion nach der Ratingbestätigung. Experten halten eine Eigenfinanzierung Portugals für möglich.

FrankfurtErleichtert haben Anleger nach einer gelungenen Bond-Auktion Portugals bei Staatsanleihen des Landes zugegriffen. Die Rendite der fünfjährigen Bonds fiel am Mittwoch im Gegenzug bis auf 1,770 von 1,810 Prozent am Vortag. Die zehnjährigen Titel wurden mit 3,185 Prozent nach 3,194 Prozent verzinst.

Für Portugal war es die erste Auktion nach der mit Spannung erwarteten Rating-Bestätigung durch die Bonitätsbewerter der Agentur DBRS am Freitag. Dabei besorgte sich das Land eine Milliarde Euro frisches Kapital. Verkauft wurden Papiere mit einer Laufzeit bis 2021 zu einem Zinssatz von 1,751 Prozent. Damit sank die Rendite im Vergleich zur vorhergehenden Auktion. Die Titel waren 1,9-fach überzeichnet. „Die Auktion zeigt, dass Portugal sich selbst finanzieren und es weiter vom EZB-Kaufprogramm profitieren kann“, sagte ING-Stratege Martin Van Vliet.

DBRS hatte das Rating „BBB (low)“ und auch den stabilen Ausblick bekräftigt. Hätte die DBRS ihren Daumen gesenkt, hätte die EZB keine portugiesischen Anleihen im Rahmen ihres Aufkauf-Programms mehr erwerben dürfen. Das hätte die Kreditaufnahme des ohnehin hoch verschuldeten Landes verteuert. Bei den drei anderen großen Agenturen S&P, Moody's und Fitch werden Portugals Anleihen schon als „Ramsch“ geführt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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