Primärmarkt
Bundesanleihen legen etwas zu

Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch nach den kräftigen Kursverlusten des Vortags etwas zugelegt. Deutschland tritt im Tagesverlauf am Primärmarkt auf und bietet Bundesobligationen im Volumen von 5 Milliarden Euro.
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Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwochmorgen nach den kräftigen Kursverlusten des Vortags etwas zugelegt. Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,93 Prozent einen Basispunkt niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 23 Basispunkte auf 139,84 Prozent.

Die Bundesrepublik Deutschland tritt im Tagesverlauf am Primärmarkt auf. Angeboten werden Bundesobligationen im Volumen von 5 Milliarden Euro mit Fälligkeit 2018.

Überdies stehen Konjunkturindikatoren aus dem Euroraum an. Die Einzelheiten zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zeigen laut Umfragen, dass das Wachstum stärker zugenommen hat, als zunächst erwartet. Schub kam von höheren Staatsausgaben und einer Verlangsamung beim Rückgang der Investitionen.

Die endgültigen Einkaufsmanager-Zahlen dürften bestätigen, dass Deutschland und Frankreich das Wachstum anführen. Darüber hinaus werden die Zahlen zum Einzelhandelsumsatz in der Euroraum im Juli erwartet, die einen Anstieg um 0,2 Prozent zeigen dürften, nach einem Minus von 0,5 Prozent im Juni, wie aus einer Umfrage von Bloomberg hervorgeht.

Bei den Anleihen aus den Staaten der Euro-Peripherie gab es leichte Kursverluste. Zehnjährige Italien-Bonds rentierten einen Basispunkt höher bei 4,36 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatspapiere stieg um einen Basispunkt auf 4,47 Prozent. Portugal-Anleihen rentierten einen Basispunkt höher bei 6,60 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse gesunken. Zehnjährige Treasuries rentierten zuletzt bei 2,88 Prozent zwei Basispunkte höher. Am Abend wird die Federal Reserve das so genannte Beige Book veröffentlichen. Marktteilnehmer erwarten sich von diesem Konjunkturbericht weiteren Aufschluss über die Anleihekäufe und ob sie bereits in diesem Monat zurückgefahren werden.

Aus einer Umfrage von Bloomberg News unter 64 Ökonomen ergab die gewichtete Durchschnittsprogose, dass die Rendite der zehnjährigen Treasuries bis Mitte 2014 auf 3,06 Prozent steigen wird – ein Niveau, das es seit Juli 2011 nicht mehr gab.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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