Ratingagentur
S&P warnt vor EZB-Anleihentausch

Laut der Ratingagentur Standard & Poor's könnte das Vorgehen der Europäischen Zentralbank beim zweiten Rettungspaket für Griechenland den Druck auf die Eurozone erhöhen.
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Das Vorgehen der Europäischen Zentralbank beim zweiten Rettungspaket für Griechenland könnte nach Ansicht der Ratingagentur Standard & Poor's den Druck auf die Eurozone verstärken. Weil sich die EZB am Forderungsverzicht privater Gläubiger nicht beteilige, könnten die Zinsen für andere schuldengeplagte Länder im Währungsraum steigen, erklärte S&P am Freitag.

Die Notenbank habe sich zu einem vorrangigen Gläubiger gemacht. Investoren könnten so wegen eines größeren Risikos höhere Zinsen verlangen. Damit stiege wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite, erklärte die US-Agentur. Hintergrund ist der Plan, dass im Rahmen des zweiten Griechenland-Rettungspaketes private Gläubiger wie Banken oder Fonds auf einen großen Teil ihrer Forderungen verzichten sollen.

Die EZB und die 17 anderen Notenbanken in der Eurozone sind nicht betroffen, obwohl sie griechische Anleihen besitzen. Möglich wird dies mit einem Tausch der Bonds in neue Papiere, so dass sich die EZB einem Schuldenschnitt nicht beugen muss. Während die Rendite für portugiesische Staatsanleihen in dieser Woche stieg, zeigten Papiere von Italien und Spanien keine Reaktion. Allerdings wollen sich die beiden Staaten in den kommenden Monaten wieder Geld von Investoren leihen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ratingagentur: S&P warnt vor EZB-Anleihentausch"

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  • Die EZB hat mit den Ankauf von Staatsanleihen bereits gegen alle Richtlinien einer Notenbank verstossen. Wer bitte sitzt in den Entscheidungsetagen in Frankfurt? Welche Anleihen hat die EZB denn gekauft? Die Argumente für den Ankauf ist so scheinheilig, dass bereits ein bitterböser Geschmack in der Luft liegt. Was mach die EZB mit den Anleihen? Die werden dann unter dem Wert verkauft. Wer kommt dann für den Verlust auf?

  • Italien hatte gestern wieder zu günstigeren Konditionen Geld aufnehmen können. Mit mehreren Staatsanleihen "Besorgte" sich die drittgrößte Volkswirtschaft 4,5 Mrd. EUR. Bei der Auktion von Nullkoupon- Anleihen- es zählt spekulativ der Kursgewinn- sank die Rendite.

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