Ratingagenturen geben Entwarnung
Staaten drohen keine schlechteren Noten

Die staatlichen Rettungspakete werden nach Auskunft von Moody's und Fitch keine schlechteren Länderratings nach sich ziehen - vorausgesetzt, die Pakete werden nicht noch einmal kräftig aufgestockt.

HB FRANKFURT. Das milliardenschwere Rettungspaket der Bundesregierung hat nach Einschätzung von Ratingagenturen keinen Einfluss auf die Top-Bonitätsnote von Deutschland. Auch andere europäische Staaten werden von Herabstufungen wohl verschont bleiben. "Die Regierungen in Europa gehen ein kalkulierbares Risiko ein. Wir sehen keinen Bedarf, die Länderratings zu ändern", sagte der für Staatsratings zuständige Analyst von Moody's, Alexander Kockerbeck, am Mittwoch in Frankfurt.

Deutschland ist von den großen Ratingagenturen mit der Bestnote "AAA" bewertet. Die Regierung stellt den deutschen Banken für Garantien und Eigenkapitalzuschüsse bis zu 500 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Folgen der Rettungspakete für die Staaten hielten sich in Grenzen, sagte Kockerbeck. Die tatsächlichen Kosten für die Stützung von Banken seien voraussichtlich deutlich geringer als die angekündigte Höhe der Rettungsfonds. Zudem handele es sich bei den Aktionen um vorübergehende Maßnahmen.

Auch die Agentur Fitch sieht keinen Anlass für Änderung von Staatsratings. Solange die Höhe des Pakets 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht übersteige und keine weitere Erhöhung des Fondsvolumens zu erkennen sei, werde es keine Herabstufungen geben, hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht von Fitch-Analysten. Das deutsche Rettungspaket hat ein Volumen von fast 500 Milliarden Euro, was in etwa einem Viertel des BIP entspricht.

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