Rekord-Rendite
42 Prozent auf zweijährige Griechenanleihen

Die Rendite von zweijährigen griechischen Anleihen ist auf ein Rekordhoch geklettert: Die Bonds warfen kurzzeitig mehr als 42 Prozent ab.
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FrankfurtZweijährige griechische Anleihen haben am Mittwoch so hoch rentiert wie noch nie seit Einführung des Euro. Zeitweise warfen die Titel mehr als 42 (spätes Vortagesgeschäft: 40,036) Prozent ab. Auslöser der neuen Unsicherheit waren die Diskussionen um die Hinterlegung griechischer Sicherheiten für Kredithilfen. Mit Finnland hat Athen eine Sonderregelung vereinbart, woraufhin andere Euro-Länder ähnliche Wünsche anmeldeten. Darüber ist nun zwischen den Euroländern ein heftiger Streit entbrannt.

„An den Wachstumsperspektiven und an der Krise der Eurozone hat sich nichts geändert“, sagte Stratege Peter Chatwell von der Credit Agricole. Das aktuelle Gerangel um die griechischen Hilfen führe nur wieder einmal die Uneinigkeit der Politiker vor.

Versicherungen gegen den Ausfall griechischer Staatsanleihen verteuerten sich ebenfalls. Um eine Summe von zehn Millionen Euro abzusichern, mussten 2,2 Millionen Euro gezahlt werden, das waren 106.000 Euro mehr als am Dienstag. Die Skepsis der Anleger machte sich auch am Aktienmarkt bemerkbar. Der griechische Leitindex fiel um 2,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit nahezu 15 Jahren. Der dortige Bankenindex fiel um 3,4 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rekord-Rendite: 42 Prozent auf zweijährige Griechenanleihen"

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  • Die Anleihe ist doch schon vor langer Zeit ausgegeben worden. Wenn man jetzt die Anleihe kauft, erleidet der Verkäufer (nicht Griechenland) den Verlust. Griechenland zahlt nur den Zins und den Nomialbetrag. Letzteren hatte Griechenland auch von den damaligen Analgenkäufern erhalten.
    Nur der Anleger, der heute kauft, kann die hohe Rente von 42 % erzielen, wenn er auf den Fälligkeitstermin wartet und kein Schuldenerlass im Zusammenhang mit dieser Anleihe erfolgt.

  • "42 Prozent auf zweijährige Griechenanleihen"

    und deshalb?:

    24.08.2011 - Einbruch von über 100 Dollar in zwei Tagen - Im Londoner Handel wird physisches Gold gehandelt und keine Futures und Derivate wie in New York. Diejenige Partei, die diesen massiven Einbruch zum P.M. Fix zu verantworten hat, muss wohl mehr als hundert Tonnen Gold plötzlich in den Markt geworfen haben. Über diese Menge können eigentlich nur Staaten beziehungsweise Notenbanken, die das Gold des jeweiligen Landes verwalten, verfügen. Das Gold-Kartell hat diesmal also im Auftrag der US-Regierung und/oder der Regierungen der Euro-Staaten – vielleicht sogar beide zusammen – gehandelt. Dafür mussten die Notenbanken tief in ihren schon lange Zeit entleerten Kellern graben.

    Was sind die Gründe? Droht mit der Bank of America eine US-Großbank unterzugehen – erste Gerüchte über eine Übernahme der BoA durch JP Morgan Chase gab es ja bereits. Oder steht es beim Euro bereits so schlimm, dass jederzeit der Bankrott dieser europäischen Gemeinschafts-Währung drohe – vielleicht im Zusammenspiel mit einem Untergang der französischen Großbank Societe Generale. Wir werden es die nächsten Tage erfahren.

    http://www.bullionaer.de/showZiemann.php/action/latest

  • ich freu mich schon auf den kupon- und rückzahlungstermin eines meiner beiden hellas-bonds im portfolio (wkn a0ln5u).
    einer der besten mittelfristigen anlageentscheidungen, die ich in 2010 getroffen habe.

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