Rentenmarkt
Emissionswelle übt Druck auf Bondkurse aus

Die jüngste Abwärtsbewegung am Rentenmarkt wird sich nach Ansicht von Experten in der neuen Woche fortsetzen. Staatsanleihen in großem Volumen werden an den Markt gebracht und Liquidität binden.

FRANKFURT.So haben die europäischen Staaten angekündigt, sich insgesamt 20 Mrd. Euro über Anleihen zu beschaffen. Darüber hinaus will das US-Finanzministerium bis Freitag die Rekordsumme von 67 Mrd. Dollar über Anleihen langer Laufzeiten aufnehmen. Weitere Schritte zur Mittelbeschaffung werden bereits erwogen. Wegen der geplanten Konjunkturhilfen müssen die USA eine beispiellos große Lücke im Staatshaushalt finanzieren. "Die Emissionen werden immer größer, und damit wächst auch die Sorge, wer das alles kaufen soll", sagt Analyst Marcel Bross von Dresdner Kleinwort.

Vergangene Woche haben zehnjährige Bundesanleihen leicht an Wert verloren. Ihre Rendite stieg acht Basispunkte auf 3,37 Prozent. Zweijährige Papiere wurden dagegen teurer, die Rendite sank 14 Basispunkte auf 1,39 Prozent. Der Renditeabstand war seit 1997 nicht mehr so groß. Langläufer leiden derzeit besonders unter den Neuemissionen. Europäische Kurzläufer profitieren dagegen von Hoffnungen auf Leitzinssenkungen. Der Bund-Future sank auf Wochensicht leicht. Bei zehnjährigen US-Treasuries stieg die Rendite auf 2,97 Prozent.

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