Ruhige Geschäfte
Die Zinskurve ist auf den Kopf gestellt

Die Kapitalmarktzinsen sind in Europa und in den USA am Donnerstag leicht zurückgegangen. Das Geschäft verlief recht ruhig.

FRANKFURT. Von neuen US-Konjunkturdaten gingen am Donnerstag nicht die erwarteten Impulse aus. Und dies, obwohl die Daten etwas aus dem Rahmen fielen. Der Rückgang des US-Handelsbilanzdefizits im Monat September von 69,0 auf 64,3 Mrd. Dollar wurde zunächst als Signal für eine anhaltend robuste Verfassung der US-Wirtschaft interpretiert. Der daraus von den Pessimisten am Bondmarkt anfänglich abgeleitete Impuls wurde durch die Nachricht über einen überraschend starken zweiprozentigen Rückgang der Einfuhrpreise ausgeglichen. Vor diesem Hintergrund sanken die Renditen der Staatsanleihen in den USA leicht von 4,64 auf 4,62 Prozent und in Europa von 3,75 auf 3,74 Prozent.

Auffallend war, dass sich nach den USA auch in Europa eine inverse Zinsstrukturkurve herausbildete; denn zweijährige Euro-Staatsanleihen wiesen bei 3,74 Prozent zum ersten Mal seit sechs Jahren kurzzeitig eine höhere Rendite auf als zehnjährige Papiere, die zu dieser Zeit bei 3,73 Prozent rentiert hatten. In den USA lag die Rendite zweijähriger Notes bei 4,76 Prozent. Inverse Zinskurven waren in der Vergangenheit oft Vorboten künftiger rezessiver Entwicklungen.

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