Seit Euro-Start
Italien kommt so günstig an Geld wie noch nie

Die Zinsen für Investoren sind noch geringer als im Vormonat. Trotzdem hat Italien sich so billig Geld geliehen wie noch nie seit Einführung des Euro. Eine milliardenschwere Aktion.
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MailandItaliens designierter Premier Enrico Letta darf sich über einen Vertrauensvorschuss der Finanzmärkte freuen: Die Regierung steht zwar überhaupt noch nicht, doch Investoren leihen der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft so günstig Geld wie noch nie. Der Staat sammelte am Freitag acht Milliarden Euro durch die Ausgabe von Geldmarktpapieren mit sechsmonatiger Laufzeit ein. Dafür erhalten die Investoren einen Zins von 0,5 Prozent, wie das Finanzministerium mitteilte. Vor einem Monat lag er noch bei 0,83 Prozent.

Analysten begründeten den Rückgang mit der Erwartung einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB). 43 der 76 von Reuters befragten Ökonomen gehen davon aus, dass sie ihn am kommenden Donnerstag von 0,75 auf das Rekordtief von 0,5 Prozent senken wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Man vergesse bitte nicht, dass die Staatsfinanzierung Italiens großteils über die EZB läuft: Die Pleitebanken Italiens kaufen die Staatsanleihen, die dann bei der EZB als Sicherheiten für die Kredite hinterlegt werden, mit denen die Staatsanleihen gekauft wurden. Macht einen guten Schnitt, solange das Schneeballsystem funktiniert...

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