Spanische Krisenbank
Bankia feiert Comeback am Kapitalmarkt

Gelungener Neustart für Bankia: Die Bestellungen für die erste Anleihe der spanischen Bank belaufen sich auf 2,75 Milliarden Euro. Dabei gilt das Geldinstitut als Inbegriff der spanischen Bankenkrise.
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LondonDie spanische Krisenbank Bankia weckt am Kapitalmarkt wieder reges Interesse. Die erste Anleihe des Instituts seit dem Kollaps vor eineinhalb Jahren stieß am Donnerstag auf erhebliche Nachfrage. Es lagen Bestellungen im Volumen von etwa 2,75 Milliarden Euro für das Fünf-Jahres-Papier vor. Dieses dürfte etwa mit 3,625 Prozent verzinst werden, wie Banker sagten, die mit der Emission vertraut sind. Zum Konsortium gehören neben der Commerzbank auch die Schweizer UBS und die Bank of America.

Bankia gilt als Inbegriff der spanischen Bankenkrise, in die das Land nach dem Platzen einer Immobilienpreisblase schlitterte. Die Lage war so brenzlig, dass sich die Regierung in Madrid auf Hilfen der Euro-Partner für die heimischen Institute angewiesen sah.

Bankia schrieb 2012 den höchsten Verlust in der Firmengeschichte des Landes. Die Belastungen durch ausfallgefährdete Immobilienkredite türmten sich auf fast 24 Milliarden Euro auf. Der Staat sprang ein und pumpte Milliarden an Steuergeldern in die marode Bank, die aus einem Verbund angeschlagener Sparkassen hervorgegangen war.

Es folgte eine Sanierung mit massiven Stellenstreichungen und Geschäftsverkäufen. Mittlerweile erwirtschaft das Institut wieder Gewinne und ist in den führenden spanischen Börsenindex aufgestiegen. Zuletzt hatte Bankia 2012 den Kapitalmarkt angezapft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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